WANGEROOGE - Mit Tina Mißmahl steht jetzt auch eine erste Kandidatin für die Bürgermeisterwahl auf Wangerooge fest. Das teilte die parteilose Bewerberin selbst in einer Pressemitteilung mit. Entgegen der anderslautenden Pressemitteilung von CDU, SPD und Grünen, in der die drei Parteien ankündigten, mit einer Anzeige außerhalb Wangerooges nach einem geeigneten Kandidaten zu suchen, verfüge sie nach eigenen Angaben über alle von den Parteien geforderten Qualifikationen.
Die 45-jährige Mutter von drei Kindern kehrte 2009 auf die Insel zurück, nachdem sie am Festland als Bauingenieurin tätig war. Die gebürtige Insulanerin war in den vergangenen acht Jahren bei der Gemeinde und Kurverwaltung Wangerooge beschäftigt, zuletzt im Bauamt. Bekannt sei sie auf Wangerooge unter anderem durch ihre Tätigkeit als Vorsitzende des Bürgervereins.
'Durch die Kombination von 22 Jahren Erfahrung als Bauingenieurin und die Befähigung nicht nur für den gehobenen, sondern für den höheren Verwaltungsdienst sieht sich die Insulanerin bestens gerüstet, um die drängendsten Probleme der Insel aktiv anzugehen', heißt es in der Mitteilung. Tina Mißmahl will 'das Wir-Gefühl wieder stärken' und 'die Entwicklung Wangerooges mit den Bürgern gestalten, statt nur verwalten'.
Somit haben die Insulaner am 17. Juni dann die Wahl zwischen Tina Mißmahl (45, parteilos, Nils Krummacker (55, FDP) aus Westerstede, Marcel Fangohr (36, parteilos) für die Grünen und die CDU, Uwe Osterloh (58, SPD) und Christoph Brunswick (43, parteilos) aus Datteln in Nordrhein-Westfalen.
Die Wangerooger sind nach dem plötzlichen Tod von Bürgermeister Dirk Lindner zur Wahl aufgerufen. Lindner war am 22. Januar im Alter von 55 Jahren verstorben.
