WANGEROOGE - Nicht zufrieden geben will sich die Inselgemeinde Wangerooge mit dem einmaligen Investitionszuschuss des Kreises für Krippenplätze. Der Kreis müsse auch die laufenden Betreuungskosten mitfinanzieren, betonte der Jugend- und Sozialausschuss in seiner Sitzung am Montag.
Als Gemeinde, die auf Bedarfszuweisungen angewiesen sei und ein strenges Konsolidierungsprogramm abarbeiten müsse, könne sich Wangerooge nicht verpflichten, die Kinderbetreuung als freiwillige Leistung auszubauen, sagte Insel-Bürgermeister Holger Kohls. Deshalb könnten die Vertragsvorgaben des Kreises, die auf einen freiwilligen Ausbau der Kinderbetreuung setzten, so nicht akzeptiert werden.
Kohls zufolge werden derzeit im Insel-Kindergarten acht Kinder unter drei Jahren in so genannten „altersgemischten Gruppen“ betreut. Der Bedarf sei allerdings höher und rechtfertige auch die Einrichtung einer eigenen Krippengruppe. Dafür reiche ein einmaliger Investitionszuschuss allerdings nicht aus.
Auf positive Resonanz stieß im Fachausschuss der Jugendraum an der oberen Strandpromenade. Dort treffen sich im ehemaligen Kurkindergarten immer freitags und sonnabends von 18 bis 22 Uhr Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren. Erwachsene Aufsichtspersonen haben ein Auge auf die Treffen, sind aber nicht permanent dabei. „Das kommt sehr gut an“, berichtete Kohls.
Derzeit ist der Jugendraum ein Provisorium. Sollte sich ein Hotelinvestor für die Strandpromenade finden, wird das Kurgebäude abgerissen. Wo und wie es dann weiter gehen könnte, ist noch unklar. Grundsätzlich soll das Projekt aber fortgesetzt werden.
Neben der Jugendarbeit stand auch die Seniorenpolitik auf der Tagesordnung des Fachausschusses. Er empfahl dem Rat, einen dreiköpfigen Seniorenbeirat zu installieren. Sollte der Rat in seiner Dezember-Sitzung zustimmen, werden an die rund 180 Insel-Bürger über 60 Jahre Briefe mit der Bitte um Wahlvorschläge geschickt. Die vorgeschlagenen Personen kommen dann – sofern sie das möchten – auf den Wahlzettel. Abgestimmt wird ebenfalls per Post. Die drei Kandidaten mit den meisten Stimmen bilden den Seniorenbeirat, die nächsten drei werden Ersatzmitglieder. Die Wahlperiode des Seniorenbeirats soll an die Legislaturperiode des Gemeinderats angepasst werden.
Die Sportvereine auf der Insel erhalten einen Zuschuss von insgesamt 1127 Euro, die nach einem bestimmten Schlüssel auf acht Vereine verteilt werden. Die Zuschussbeträge liegen zwischen 50 und 350 Euro und sollen vor allem die Jugendarbeit unterstützen.
