WANGEROOGE/WANGERLAND - Die Naturschutzorganisationen WWF (World Wide Fund for Nature) und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben zum 30. Geburtstag des Nationalparks Wattenmeer gratuliert und vor 'schmerzhaften Schwachstellen' gewarnt. Insbesondere die Unterwasserwelt des Weltnaturerbes genieße trotz Nationalparkstatus noch immer kaum Schutz.

Die Mündungen von Elbe, Weser und Ems im Wattenmeer würden vor allem von der Schifffahrt und Hafenwirtschaft extrem genutzt, sagte Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler vom BUND. Baggerungen und Verklappungen und das Verlegen von Gaspipelines und Kabeltrassen für die Offshore-Windparks griffen stark in den Wattenmeerboden ein. Der WWF-Wattenmeer-Experte Hans-Ulrich Rösner kritisierte die kaum eingeschränkte Fischerei nach Krabben und Miesmuscheln.