ACHTERNMEER - Wer am Sonnabend am Kinderspielplatz in der Achternmeerer Korsorsstraße vorbeifuhr, wird beim Anblick des bunt geschmückten und gut besuchten Spielplatzes wohl an einen Kindergeburtstag gedacht haben. Doch weit gefehlt. Es handelte sich um die offizielle Einweihung eines ganz besonderen Spielplatzes, der nach Wünschen der Kinder gestaltet wurde.
Die Jugendvertretung der Gemeinde Wardenburg hatte vor einiger Zeit Kinder aus der Umgebung zu einem Workshop „Traumspielplatz“ eingeladen. Von mehr als 40 Wünschen wurde fast die Hälfte in die Tat umgesetzt: Eine Rutsche, eine Kletterwand, ein Spinnenkletternetz, einen Turm mit einer Netzbrücke, einen Balancierpfad, eine Doppelschaukel, ein Stufenreck, ein Trampolin, ein Matschbecken mit einer Wasserpumpe und – auf ganz besonderem Wunsch der Achternmeerer Kinder – eine echte „Feuerwehrrutschstange“ gibt es nun auf dem Spielplatz. Aber auch an die Erwachsenen wurde gedacht. Zwei Sitzbänke laden zum Verweilen ein.
In ihrer Eröffnungsrede lobte Bürgermeisterin Martina Noske alle Beteiligten, die beim Auf- und Ausbau des Spielplatzes mitgeholfen haben. Der Platz sei ein gutes Beispiel für den Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft, hatten sich hier doch zahlreiche Helfer beteiligt. Der Ortsverein hatte eine Hecke und Bäume gepflanzt, die Nachbarschaft die Grube für die Wasserbaustelle gegraben und die Feuerwehr den Brunnen für die Pumpe gespült. Bei der Finanzierung haben die ehemaligen Grundstückseigentümer über Verrechnungen fast ein Drittel der Kosten von insgesamt 35 000 Euro beigesteuert.
Als Paten für den Spielplatz konnten Hugo Bley und Hermann Engelbart gewonnen werden. Sie nehmen eine Art ehrenamtliche Hausmeisterfunktion war und passen nicht nur auf, dass die Spielplatzordnung eingehalten wird, sondern werden die Gemeinde auch über defekte Spielgeräte informieren. Für den Spielplatz „Am Ring“ wurden außerdem Robert Hoffmann und Imke Köhne als Paten gewonnen.
Natürlich konnten die Kinder am Sonnabend den Spielplatz in aller Ruhe erkunden und ausprobieren. Sämtliche Gerätschaften wurden von den Kleinen ausgiebig getestet und für gut befunden. Um die Einweihung zu feiern, hatte die Gemeinde zu Kaltgetränken, Bratwürsten und Stockbrot eingeladen.
