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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wardenburg

Tschernobyl-Kinderhilfe: Elterninitiative nach 19 Jahren aufgelöst

19.02.2014

Wardenburg Fast 28 Jahre liegt die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zurück. In Deutschland kam nach diesem Supergau eine Welle der Hilfsbereitschaft in Gang. In vielen Gemeinden gründeten sich Initiativen, die Kinder aus dem strahlenverseuchten Gebiet in den Sommerferien aufnahmen, um so einen Beitrag zum gesundheitlichem Wohlergehen dieser Kinder aus Weißrussland zu leisten.

im Jahr 1995 gegründet

Auch in Wardenburg gründete sich Anfang 1995 eine solche Gruppe, die Elterninitiative für Tschernobyl-Kinder. Nach fast 19 Jahren ehrenamtlichem Engagement hat sich diese Gruppe nun aufgelöst. Als Dank dafür hatten Bürgermeisterin Martina Noske und Sozialamtsleiterin Andrea Biller Uta und Heinz Onnen am Dienstag zu einer kleinen Feier ins Rathaus eingeladen. Das Ehepaar aus Südmoslesfehn leitete die Initiative in den vergangenen zehn Jahren.

„Es war eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte. Aber in diesem Jahr hätten wir das nicht mehr können“, bedauert Ute Onnen. Ins Leben gerufen war die Wardenburger Tschernobyl-Hilfe einst von Pastor Udo Dreyer, Klaus-Dieter und Hannelore Glunde sowie Margret Krüger.

„Mir wird etwas fehlen“

Für die Auflösung gibt es mehrere Gründe: „Es wurde immer schwieriger, Familien zu finden, die Kinder für drei Wochen in den Ferien aufnehmen“, erzählt die 67-jährige Uta Onnen. Darüber hinaus seien die Spenden, mit denen unter anderem Hin- und Rückfahrt sowie notwendige Versicherungen für die Gastkinder gezahlt wurden, immer weniger geworden. Ehemann Heinz (73) fügt hinzu. „Andere, aktuellere Kata­strophen wie das Hochwasser sind mittlerweile näher ins Blickfeld gerückt.“ Auch aus gesundheitlichen Gründen wollten die Onnens ihre Leitungsfunktion abgeben, jedoch fanden sie keine Nachfolger.

„Die emotionale Betroffenheit ist mit den Jahren gesunken“, stellt Martina Noske fest. Sie selbst sei häufiger bei den Abschieden der Tschernobyl-Kinder aus Wardenburg dabei gewesen. „Da konnte man immer wieder beobachten, wie glücklich und zufrieden die Jungen und Mädchen hier gewesen sind.“

„Mir wird etwas fehlen“, gibt Uta Onnen zu. Den Eheleuten, die selbst keinen eigenen Nachwuchs haben, waren die Kinder aus dem Dorf Grudinowka sehr ans Herz gewachsen. Zu zwei Familien haben sie noch sehr engen Kontakt. „Bei einer ehemaligen Gasttochter sind wir sogar zur Hochzeit gewesen“, sagt Uta Onnen stolz. Sie findet es schade, dass sie aufhören mussten, nachdem sie gerade erst drei junge Gastfamilien neu geworben hatten. Nach Absprache mit der Tschernobyl-Initiative in Großenkneten sollen diese nun von der Nachbargemeinde aus mit Kindern „versorgt“ werden.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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