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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wardenburg

Kontern mit Gegenentwurf

17.02.2018

Hundsmühlen Am Mittwoch hat der nicht-öffentlich tagende Verwaltungsausschuss beschlossen, dass mit den Ausschreibungen für den Neubau einer Kindertagesstätte in Hundsmühlen begonnen werden kann. Für die Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung“ des Ortsvereins eine herbe Enttäuschung. Sie hatte immer wieder mehrere Aspekte angemahnt: Das Grundstück sei für das geplante eingeschossige Gebäude viel zu klein, die Parkplatzsituation äußerst problematisch, der Eingang direkt an der Hauptstraße gerade in Verbindung mit der dortigen Bushaltestelle ein Sicherheitsrisiko, so die Hauptkritikpunkte.

Zweigeschossig bauen

Deshalb hat die Arbeitsgruppe selbst einen Entwurf anfertigen lassen: Der Eingang ist in die ruhigere Seitenstraße verlegt worden, dort stehen zudem 20 Pkw-Stellplätze zur Verfügung, weitere fünf an der Diedrich-Dannemann-Straße. Zudem bietet das Grundstück mehr Spielfläche auf dem Außengelände. Der Schlüssel zu dieser Planung: Statt eingeschossiger Bauweise setzt der Entwurf des Ortsvereins auf zwei Stockwerke samt Fahrstuhl, so dass weniger Fläche verbraucht wird. Dabei könnte ein solcher Bau sogar kostengünstiger werden, sagt Winfried Koslowski von der Ortsentwicklungsgruppe: „Trotz des Fahrstuhls lägen wir knapp 200 000 Euro unter der jetzigen Kalkulation.“

In mehreren E-Mails an Bürgermeisterin Martina Noske hatte die Arbeitsgruppe auf ihre Bedenken hingewiesen. „Ohne Resonanz“, bedauert Koslowski. Bauamtsleiter Frank Speckmann betont dagegen auf Anfrage der NWZ, man sei immer wieder auf den Ortsverein eingegangen. „Die Stellungnahmen und das Konzept des Ortsvereins wurden den Ratsmitgliedern schnellstmöglich vorgelegt und es wurde darüber eingehend politisch beraten.“

Man habe über eine zweigeschossige Bauweise nachgedacht, sie jedoch recht schnell verworfen, erklärt Speckmann. Insbesondere die zukünftige Leiterin der neuen Kita spreche sich unter Verweis auf das pädagogische Konzept gegen eine Zweigeschossigkeit aus.

Auch die Parkplatzsituation werde verwaltungsseitig nicht als so gravierend angesehen. Die Lage und Anzahl der Parkplätze sei mit der IDB – dem Bauprojektentwickler des Neubaugebietes, einer hundertprozentigen Tochter der LzO – besprochen worden und man habe „eine Akzeptanz erreicht“: „Laut IDB werden auf den Wohngrundstücken ausreichend Parkflächen vorgehalten. Daher werden die für die Kita bereitgestellten Parkflächen voraussichtlich nicht durch die Anwohner blockiert“, so Speckmann.

Auch in weiteren Punkten – etwa, ob die Grundflächenzahl überschritten werde oder die Freifläche zu klein sei, sind Gemeinde und Arbeitsgruppe unterschiedlicher Auffassung.

Was Koslowski und seine Mitstreiter besonders ärgert: „Immer wird mit dem Zeitdruck argumentiert. Das ist vorgeschoben, um die Planung durchzuziehen.“ Die Bedarfszahlen lägen schon seit Jahren vor, eigentlich müsste die Kita längst fertig sein, sagt er. Wortmeldungen wie die vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Armin Köpke in der jüngsten Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses treffen daher besonders tief. Köpke hatte gesagt, er stimme den Bedenken des Ortsvereins weitgehend zu, aber dem Rat sitze die Zeit im Nacken. „Unsere Planungen sind genauso weit wie die des Architekturbüros – ein Zeitverlust ist nicht zu befürchten“, betont Koslowski.

Endlich anfangen

Das sehen die Eltern in Hundsmühlen anders. „An der einen oder anderen Stelle muss vielleicht nachjustiert werden, aber es muss jetzt endlich was passieren“, bringt Marco Meiburg auf den Punkt, was einige junge Familien hier denken. „Wir sind mit vielen Eltern im Gespräch – alle warten sie dringend auf die Kita.“ Hinsichtlich der Parkplätze sei bereits nachgebessert worden, betont er. Und auch die Verkehrssituation sieht er – abgesehen von der Bushaltestelle direkt vor den Parkplätzen – entspannter als die Planungsgruppe: „Aus unserer Sicht ist die Diedrich-Dannemann-Straße selbst morgens nicht so stark frequentiert, dass es hier zu großen Problemen kommen wird. Außerdem ist ja ein Tempolimit angedacht, das wäre perfekt.“ Er vertraue auf die Kompetenz der Fachleute, sagt Meiburg. „Für das Architekturbüro ist es nicht die erste Kita, und auch der Träger macht ganz klar den Eindruck, dass hier Wert auf Qualität gelegt wird.“

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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