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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wardenburg

Polizeitaucher gehen der Hunte auf den Grund

16.09.2006

WARDENBURG WARDENBURG/FA - Luftblasen steigen aus der Hunte auf. Vier gelb leuchtende Sauerstoffflaschen und ebenso viele Taucherflossen ragen aus dem im Sonnenlicht bräunlich leuchtenden Gewässer heraus. Mit einer langen, roten Sicherungsleine steuert eine Polizistin zwei Taucher der technischen Gruppe der Oldenburger Bereitschaftspolizei wenige Meter vor der Huntebrücke durch den Fluss. Die beiden Taucher, Carsten Hodes und Claus Mansholt, suchen derweil systematisch den Boden nach Gegenständen ab.

Keine leichte Aufgabe. „Unter Wasser beträgt die Sichtweite nur etwa 50 Zentimeter“, sagt Mansholt, nachdem er und sein Kollege den Einsatz beendet haben. Alles erscheine zudem wie durch einen bräunlichen Farbfilter gesehen. Immerhin sind die Temperaturen am Freitagvormittag angenehm. Die geschätzten 16 bis 18 Grad der Hunte machen den Tauchern in ihren Neopren-Anzügen nichts aus.

Ans Geländer der Huntebrücke gelehnt, stehen zwei schlammbedeckte Fahrräder, eine Mikrowelle und eine elektrische Schreibmaschine. All das haben Hodes und Mansholt aus dem etwa vierzig Meter langen Flussabschnitt in Nähe der Huntebrücke aus dem Wasser gefischt. Der Bauhof der Gemeinde Wardenburg ist bereits informiert und wird die Fundsachen abholen.

Das ist allerdings nicht der Grund, warum Simone Schulte zufrieden lächelt. „Die Taucher haben auch den Computer gefunden, nach dem wir in erster Linie gesucht haben“, sagt die Beamtin vom Polizeikommissariat Wildeshausen. Und damit bestätigen sich die Aussagen zweier Jugendlicher aus Wardenburg, die am 26. August an einem Einbruch in die Everkampschule beteiligt waren. Zwei 16-Jährige und ein 14-Jähriger aus Wardenburg haben damals, während nebenan in der Sporthalle die Feier der Deutschen Faustball-C-Jugend-Meisterschaft lief, ein Fenster des Schulgebäudes eingedrückt und vier Rechner sowie vier Flachbildschirme aus dem Computerraum gestohlen. Glücklicherweise lief einer der Jugendlichen beim Wegtragen der Beute aufmerksamen Passanten in die Hände. Der Junge gab sich selbst als Zeuge des Einbruchs aus, doch die Ermittlungen der Polizei stellten schnell das Gegenteil fest. Nur einer der drei Jungen sei bereits vorher der Polizei aufgefallen, sagt Schulte.

Der Rechner in der Hunte, den einer der Jungen in Angst vor Entdeckung ins Wasser geworfen haben soll, ist natürlich schrottreif. Aber erstens untermauere er die Aussagen der anderen beiden Täter, erklärt die Polizeibeamtin, „und außerdem kann man ihn dort nicht einfach liegen lassen, wenn man davon weiß“.

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