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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wardenburg

SPD steht ohne Kandidat da

28.05.2011

WARDENBURG Eigentlich wollte die Wardenburger SPD in der nächsten Woche ihren Bürgermeisterkandidaten der Öffentlichkeit vorstellen. Zuerst den Gruppenpartnern FDP, FWG und Alternative, danach allen Bürgern. Doch daraus wird nun nichts: Als am Donnerstagabend die Genossen im Wardenburger Hof zusammenkamen, um den Kandidaten zu küren, gab es lange Gesichter. Ortsvereinsvorsitzender Ralf Dierks musste bekanntgeben, dass der Betreffende – nach NWZ -Informationen ein junger Parteimann aus der Stadt Oldenburg – „kurzfristig“ aus persönlichen Gründen abgesagt hatte.

Einen Plan B hat die Wardenburger SPD nicht. „Keiner der anderen sechs Kandidaten kommt noch in Betracht“, sagt Dierks. Erschwerend sei die starke Position der „nicht angreifbaren Bürgermeisterin“. Die kalt erwischten Genossen versuchen jetzt, den Schaden zu begrenzen. Ihr bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen gefasster Beschluss: Verzicht auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten, aber auch keine Unterstützung für die Amtsinhaberin Martina Noske.

Während unter den eigenen Mitgliedern die Enttäuschung überwiegt, herrscht bei den Partnern aus der Mehrheitsgruppe blankes Entsetzen. „Das ist ein Trauerspiel, einfach nur schaurig“, kommentiert Eckhardt Reinert (FWG) die Nachricht. Er sei einfach enttäuscht über eine Partei, die sich selbst eine Grube schaufle und dann auch noch hin­einfalle. Ähnlich sieht es Eckhardt Hildebrandt (Alternative): „Die SPD wirkt wie eine Besatzung, die bei Windstärke neun in einer Nussschale unterwegs ist“, meint der vor sechs Jahren aus der SPD ausgeschlossene Ratsherr.

FDP-Ratsherr Frank Freese, der 2005 einer der Gegenkandidaten Noskes war und dessen Partei Mitte Juni erneut einen eigenen Bürgermeisterkandidaten küren will, möchte die Lage des großen Partners gar nicht kommentieren. „Den Liberalen sind die Kandidaten jedenfalls nicht ausgegangen“, sagt er süffisant.

Bis zur Kommunalwahl, die ebenfalls am 11. September über die Bühne geht, bleibt der SPD nicht mehr viel Zeit. „Wir müssen die Bürgermeisterwahl jetzt abhaken und eine möglichst starke Ratsfraktion anstreben“, sagt Dierks Stellvertreter Peter Kose. Wenn keiner abspringt, haben die Genossen hierfür 16 Kandidaten – für eine absolute Mehrheit zu wenig.

Dierks hofft, dass das Reizthema Biogas viele SPD-Wähler im Herbst an die Urnen drängen lassen wird. Über die derzeit stärkste Fraktion, die CDU, – so sein Eindruck – drohten immer mehr Biogas-Befürworter in den neuen Rat zu kommen. „Die Bürger wollen keine neuen Anlagen, und dafür wird sich auch künftig vor allem die SPD einsetzen.“

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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