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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wardenburg

Ökologie: Naturschutzgebiet an Kanal und Lethe

28.12.2018

Tungeln /Oldenburg Teile des Gebiets am Osternburger Kanal, das sich vom südlichen Oldenburg bis nach Tungeln erstreckt, werden zum Naturschutzgebiet. Es umfasst den Osternburger Kanal selbst sowie die angrenzenden Uferböschungen und beginnt mit der Einmündung der Lethe, die ungefähr zwei Kilometer nördlich von Tungeln in den Kanal fließt. Mit dem Zusammenfluss des Osternburger Kanals, der Hunte und des Küstenkanals im Stadtteil Osternburg in Oldenburg endet das Naturschutzgebiet.

Das Areal umfasst einen Teil des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes „Sager Meer, Ahlhorner Fischteiche und Lethe“ und hat eine Größe von gut fünf Hektar.

„Der Osternburger Kanal bildet einen wichtigen Korridor für wandernde Fische und Rundmäuler, die aus der Nordsee kommend in die Gewässer der Ems-Hunte-Geest aufsteigen, in denen ihre Laich- und Aufwuchsgebiete liegen“, heißt es in der Bekanntmachung des Amtsblattes für den Landkreis Oldenburg. „Gleichfalls dient er der Abwanderung der Jungtiere in ihre marinen Habitate und erfüllt als Verbindungsgewässer und zeitweiliger Lebensraum weitere Funktionen für aquatische Lebewesen.“ Der Kanal verbindet die unter Tideeinfluss stehende untere Hunte mit der durch Staustufe und Wasserkraftwerk vom Tideeinfluss entkoppelten oberen Hunte. Auch die Lethe erfülle eine wichtige Funktion als Lebensraum, Laich- und Aufwuchsgewässer für verschiedene bestandsbedrohte Fische und weitere am und im Wasser lebende Tiere. Außerdem seien die naturnahen Abschnitte der Lethe und ihrer Niederung zusammen mit den durch das Flusswasser gespeisten Ahlhorner Fischteichen für zahlreiche gefährdete Pflanzen, Tiere und ihre Lebensgemeinschaften von großer Bedeutung.

Die Erklärung zum Naturschutzgebiet soll unter anderem den Osternburger Kanal als Wanderkorridor stark gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Fischarten wie dem atlantischen Lachs oder der Meerforelle sichern und die Erhaltung und Entwicklung der Vegetation der Wechselwasserzone mit ihren charakteristischen Beständen wie Kohldistel oder Schwanenblume garantieren. Auch seltene Libellen- und Fledermausarten kommen hier vor.

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