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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Wardenburg

Kandidaten kommen auf Temperatur

30.08.2019

Wardenburg Immer wieder neue Stühle brachte Gastronom Gerd Fischbeck in den großen Saal des Wardenburger Hofes. Am Ende ergatterten 450 Zuhörer einen Sitzplatz, der Rest nahm gelassen mit Stehplätzen vorlieb. Denn an diesem Abend ging es um die Zukunft Wardenburgs. Um den fünf Bürgermeisterkandidaten kurz vorm Wahltermin am 8. September auf den Zahn zu fühlen, hatten der Kleine Kreis Wardenburg und die Nordwest-Zeitung am Mittwochabend zur Podiumsdiskussion eingeladen.

Auf dem Podium saßen die Kandidaten (in alphabetischer Reihenfolge) Martin Bliefernich (29 J., Die Partei), Ronald Holtz (48, SPD), Christoph Reents (55, parteilos), Frank Speckmann (52, parteilos) und Dr. Thomas Wilde (56, Bündnis 90/Die Grünen). „Ich hoffe, dass die Redeschlacht nicht so hitzig wird wie die Temperaturen“, hatte Moderator Stefan Idel, Redaktionsleiter der NWZ-Landkreis-Redaktion, die Diskussion angesichts des schwülen Wetters eingeleitet. Das Publikum, das vom Sprecher des Kleinen Kreises, Uwe Remmers, begrüßt wurde, erlebte eine überwiegend sachliche Diskussion mit kleinen Seitenhieben.

An dieser Stelle werden Fragen und Antworten wiedergegeben, die in der NWZ-Serie „Nachgefragt“ nicht gestellt wurden. Die junge Zuhörerin Nathalie Krumland wollte wissen:

Wann wird in Wardenburg endlich der Klimanotstand ausgerufen, und wann wollen Sie uns politikverdrossene Jugend mitnehmen?

Bliefernich wünscht sich beim Naturschutz die Landwirtschaft mehr ins Boot zu holen. In der Vorstellungsrunde hatte er betont, lange in der Landjugend aktiv gewesen. Für den Endzwanziger also noch nicht lange her.

Holtz: „Wir alle müssen daran arbeiten, dass es in Wardenburg zu keinem Klimanotstand kommt.“ In puncto Jugendparlament gesteht er: „Wir haben es nicht ernst genug genommen.“ Bei einem erneuten Versuch solle die Jugend die Themen festlegen.

Reents fordert ein Umweltkonzept. Dass auf seinen Veranstaltungen nur wenige Jugendliche waren, bedauerte er. Er könne sich aber vorstellen, wieder ein Jugendparlament zu installieren.

Speckmann sieht keinen Klimanotstand in Wardenburg, aber durchaus Handlungsbedarf. Einen Gemeindejugendring und ein Jugendparlament habe es bereits gegeben. Letzteres sei vor zwei Jahren eingeschlafen. Für einen Wiederbelebungsversuch sei er bereit.

Wilde macht darauf aufmerksam, dass es zur Verbesserung der Klimabilanz viele Förderprogramme gibt, die man nur in Anspruch nehmen müsse. Stärken will er die Jugendarbeit in den Vereinen.

Wie bewerten Sie die finanzielle Situation Wardenburgs?

Bliefernich: (keine eindeutige Antwort)

Holtz: „Schulden so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.“ So solle die Rathauserneuerung möglichst bald umgesetzt werden, damit sie nicht noch teurer werde. Auch der Busbahnhof müsse zügig vorankommen, um in den Genuss der Fördergelder zu kommen.

Reents will zunächst die genaue finanzielle Situation analysieren und dann in einem Gemeinde-Gesamtkonzept die einzelnen Projekt festlegen. „Alles wird nicht auf einmal gehen.“

Speckmann: „Es stehen große Investitionen an, aber es wird nicht alles gleichzeitig gehen.“ Jedes Jahr müsse erneut ins Portemonnaie geguckt werden.

Wilde setzt vor allem auf zukunftsweisende Investitionen und will sich möglichst auch Alternativen aufzeigen lassen. Habe man sich erst einmal für eine Sache entschieden, müsse diese auch mal umgesetzt werden.

Wie sieht Ihr Führungsstil aus?

Diese Frage aus dem Publikum stellte Jens Haake angesichts der auffällig vielen Stellenanzeigen der Gemeinde in den vergangenen Monaten.

Bliefernich: Ich würde erst einmal mit allen Mitarbeitern Einzelgespräche führen, um festzustellen, welche Vorstellungen sie haben und wo die Reise jedes Einzelnen hinführen soll.“

Holtz: „Mein Herz schlägt für den kooperativen Führungsstil, und ich kann gut Motivation erzeugen.“

Reents: „Ich habe umfassende Erfahrung in der Personalführung und bin kooperativ und kritikfähig.“ Besonders setze er auf Transparenz.

Speckmann: Die Fluktuation sei auch der Situation auf dem Arbeitsmarkt geschuldet. Wardenburg sei eine relativ kleine Gemeinde, so dass hier vor allem jungen Mitarbeitern bestimmte Möglichkeiten fehlten. Er sei immer offen und ehrlich und jeder könne ihm seine Meinung sagen. Mit den Kollegen pflege er einen kooperativen Führungsstil.

Wilde: Er bevorzuge die Teamarbeit, bei der die Stärken und Kompetenzen des Einzelnen mit eingebracht werden sollen. Zudem setze er großes Vertrauen in die Mitarbeiter: „Die wissen am besten, wo der Schuh drückt.“

Hätten Sie auch kandidiert, wenn Frau Noske wieder angetreten wäre?

Eine Frage von Jürgen Hirschfelder:

Dazu kamen von Bliefernich und Holtz ein klares „Ja“.

Reents: „Ja, Wardenburg braucht Veränderung.“

Speckmann: „Nein, denn die letzten zwölf Jahre habe ich immer mit der Bürgermeisterin gut zusammengearbeitet.“

Wilde: „Ja, weil jemand von draußen alles neu sortieren kann und neue Impulse gibt.“

Wie stellen Sie sich eine Zusammenarbeit mit einem unterlegenen Kandidaten Speckmann vor?

Diese Frage reichte Enno Lankenau im Vorfeld der Veranstaltung ein und stellte sie ausdrücklich nicht an den Allgemeinen Vertreter der Bürgermeisterin, Frank Speckmann. Doch am Ende vermochte keiner der vier Mitstreiter darauf eine klare Antwort zu geben. Frank Speckmann dagegen sagte zu einem späteren Zeitpunkt des Abends: „Ich bin es gewohnt mit Verwaltungsfachleuten zusammenzuarbeiten. Ich stehe nicht bereit für jemanden, der nicht die Verwaltungsarbeit macht.“ Speckmann ist der einzige der Kandidaten mit Verwaltungsausbildung. In der Vorstellungsrunde hatte er ins Publikum gefragt: „Lassen Sie Ihr Auto vom Bäcker reparieren?“

Ist es nicht von Nachteil als Kandidat einer Partei anzutreten?

Bliefernich: „Meine Partei ist nicht im Rat vertreten, deshalb bin ich unabhängig zwischen den Fraktionen.“

Holtz: „Ich bin der Unparteiischte, der im Rat sitzt. Ein Parteiloser kann nie so ein Netzwerk mitbringen wie ich.“

Reents: „Auch wenn ich als Parteiloser von der CDU unterstützt werde, muss ich mit allen Fraktionen reden und nach Lösungen suchen“.
Wilde: „Die Bürgermeisterwahl ist eine Personenwahl, und ich will frischen Wind für Wardenburg bringen.“

Zuletzt wollte Stefan Idel folgenden Satz ergänzt wissen:

An meinem ersten Arbeitstag als Bürgermeister...?

Bliefernich: „...will ich alle Mitarbeiter kennenlernen.“

Holtz: „...gucke ich, welches Büro mir zugewiesen wird.“

Reents: „...rede ich mit allen Mitarbeitern, lerne sie kennen und gebe ihnen die Hand.“

Speckmann: „...stemple ich ein und arbeite.“

Wilde: „...mache ich eine Mitarbeiterversammlung.“


Ein Spezial zur Bürgermeisterwahl unter   www.nwzonline.de/wardenburg-wahl 
Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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