WARDENBURG/LIMURU - „We win“ steht auf den Fußballtrikots, und gewonnen haben die jungen Kenianer, die die grün-weiße Kleidung tragen, in der Tat: Lebensfreude und die Chance auf eine bessere Zukunft bietet ihnen das Kinderheim „The Nest“, das der Verein „Tunza Dada“ in Limuru nördlich der Hauptstadt Nairobi betreibt.

Wer sich für die deutsche Fußballbundesliga interessiert, dürfte auf den Bildern erkannt haben, dass es sich um Werder-Bremen-Trikots aus früheren Spielzeiten handelt, die jetzt in Kenia als (Sport-)Kleidung dienen. Der Fußball-Bundesligist von der Weser hat gleich mehrere Sätze gespendet, vermittelt worden sind die auch in Deutschland bei Sammlern begehrten Trikots über die Everkampschule, die seit mehreren Jahren unter dem Motto „100 Prozent Werder“ Partner des Vereins ist.

Lehrerin Ute-Christine Köstler engagiert sich gemeinsam mit der Vorsitzenden des Oldenburger Fördervereins „Tunza Dada“ dafür, dass Afrika in der Everkampschule ein Thema ist. Im vergangenen Schuljahr wurde im Unterricht die schwierige Situation der Menschen in Kenia und gerade der Kinder thematisiert. In den Sommerferien sammelten die Schüler 3130 Euro, die das Kinderheim „The Nest“ in die Lage versetzen, eine Krankenschwester ein ganzes Jahr lang zu bezahlen. Um die Trikots des SV Werder Bremen zu bekommen, reichte bereits eine einzige Anfrage beim Bundesligisten. Als Überbringerin bot sich Dr. Kathrin Huntemann an, die kürzlich für den Förderverein das „Nest“ in Limuru besuchte. Die Bilder, die sie mitbrachte, zeigen, wie sehr sich die fußballbegeisterten kenianischen Kinder über das Geschenk gefreut haben.