WARDENBURG - Sturmtief „Ulli“ hat am Dienstag und in der Nacht zu Mittwoch im Nordwesten gewütet. Auch in Wardenburg gab es in der Nacht Gewitter. Opfer dieses Unwetters wurden wahrscheinlich zwei Graugänse.

Am Mittwochmorgen lagen sie tot auf dem Rasen des Sportplatzes am Everkamp und auf dem Parkplatz der Everkampschule. „Am Dienstag lagen sie noch nicht hier“, sagte Gerd Janßen, Hausmeister der Schule. Er sammelte die beiden Graugänse am Mittwoch ein und ließ sie anschließend entsorgen. Jäger Hugo Arians, der sich zufällig an der Schule aufhielt, vermutete zunächst, dass die Gänse beim Sturm vor Erschöpfung vom Himmel gefallen seien. „Die Vögel fliegen derzeit jeden Abend. Es könnte sein, dass sie gegen den Sturm nicht mehr ankamen und abgestützt sind“, sagte der Jäger.

Bei genauerer Betrachtung der Graugänse hegte Arians jedoch einen anderen Verdacht. „Vermutlich sind sie durch einen Blitzschlag getötet worden“, sagte er. Auf der Brust und dem Rücken der Vögeln seien Spuren zu sehen, die auf solch einen Tod hinweisen würden. „Bei dem Sturm geht kein Jäger nach draußen. Dass sie erschossen worden sind, ist also unwahrscheinlich,“ sagte Arians weiter und schloss nicht aus, dass sich in der Umgebung noch mehr tote Vögel finden lassen könnten. Auf jeden Fall sind sich Janßen und Arians einig: „So etwas haben wir noch nie hier gesehen.“