WARDENBURG - Ein Umdenken in der künftigen Gestaltung der Gemeinde Wardenburg hat Referent Martin Karsten vom Oldenburger Beratungsinstitut Forum am Dienstagabend während der Auftaktveranstaltung zum Projekt „Visionen 2025 – Die Gemeinde Wardenburg im Wandel“ angeraten. Vor knapp 100 Zuhörern im Wardenburger Hof betonte er, der Bestandspflege und einer qualitativen Verbesserung bestehender Einrichtungen komme eine zunehmende Bedeutung zu. Die neue Rolle der Kommunen müsse es sein, statt einen Wachstumskurs zu steuern, eine zukunftsfähige Entwicklung zu moderieren. „Neue Visionen sind nötig“, so der Berater.
Fakt ist: 2006 war in Wardenburg erstmals ein strukturell bedingter Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen. Mehr Menschen starben, als geboren wurden oder zuzogen. Mit einem rechtzeitig aufgestellten, an die Veränderungen angepassten Infrastrukturangebot besitze Wardenburg gute
Chancen, den demografischen Wandel positiv zu nutzen, so Karsten. Bürgermeisterin Martina Noske forderte in ihrer Eingangsrede ein Ende des Jugendwahns, die Akzeptanz „der Menschen ab 60“ müsse verbessert werden. Das vom „Gemeinde Wardenburg Marketing-Forum“ initiierte Projekt geht in eine achtmonatige Arbeitsgruppenphase über. Aufgrund des großen Interesses sind die Gruppen bereits voll besetzt.
