WARDENBURG - Die Wardenburger Landfrauen haben die Elterninitiative für Tschernobyl-Kinder mit einer Spende über 440 Euro unterstützt. Das Geld sammelte der Verein auf seinen monatlichen Veranstaltungen.
Uta Onnen von der Elterninitiative freut sich sehr über die finanzielle Unterstützung. Gerade momentan sei die Stiftung in keiner guten Lage: In Weißrussland gebe es offensichtlich Bestrebungen, durch Willkürmaßnahmen die Arbeit zu erschweren. Der weißrussische Staat verlange neuerdings, dass Besucherkinder, die in den Westen ausreisen wollen, nur noch auf offiziellem Wege eingeladen werden können. In diesem Fall entständen der Elterninitiative in Deutschland pro Kind Kosten von 200 Euro. „Wir sind traurig, dass unsere Arbeit so abgewürgt werden soll“, sagt Onnen.
Als Alternative denkt die Elterninitiative für Tschernobyl-Kinder darüber nach, die Mehrzahl der Kinder über private Einladungen nach Deutschland zu holen. Dazu müsste allerdings das Problem gelöst werden, wie die notwendigen Visa vor Ort in Weißrussland beantragt werden. Unabhängig von diesem Problem sucht die in Wardenburg gegründete Elterninitiative neue Gastfamilien, die Interesse haben, während des Sommers für vier Wochen lang ein weißrussisches Kind aus dem Ort Grudinowka aufzunehmen. In diesem Jahr sollen 15 Kinder im Alter von sieben bis 17 Jahren in die Gemeinde Wardenburg reisen. Erwartet werden sie, wenn alle organisatorischen Probleme im Vorfeld gelöst werden können, am 27. Juni. Die Betreuerin Marina Berdnikowitsch hat im Jahr 1993 Wardenburg selber als Gastkind kennengelernt.
