Wardenburg/Littel - Mit einem gut besuchten Ball im Litteler Krug ist am Sonnabendabend ein traditionsreicher Wettbewerb zu Ende gegangen. „Unser Dorf hat Zukunft“ ist in Wardenburg ein richtiger Dauerbrenner. 2011 wurde sein 50. Jubiläum gefeiert. Am häufigsten machte Charlottendorf-West bislang mit: 47-mal stellte sich der Ort dem kritischen Blick der Bewertungskommission. Andere Dörfer liegen mit 46 Teilnahmen dicht dahinter. Aus dem anfangs reinen Schönheitsgedanken wuchs der Wettbewerb zu einem wesentlichen Element der ländlichen Entwicklung heran.

Gastgeber war in diesem Jahr der Heimatverein Littel. Im voll besetzten Saal der Gaststätte begrüßte der Vorsitzende, Werner Liebl, Abordnungen sämtlicher Orts- und Bürgervereine der Gemeinde Wardenburg. Als Ehrengäste waren Pastorin Monika Millek und Bürgermeisterin Martina Noske anwesend. Liebl führte durch das Programm, das durch unterhaltsame Auftritte des Frauensingkreises Littel/Charlottendorf-West sowie der Sportfreunde Littel-Charlottendorf umrahmt wurde.

Die Bürgermeisterin dankte den Orts- und Bürgervereinen in ihrem Grußwort für die geleisteten Arbeiten. „Sie sind die Grundlage der Gemeinde und bilden die Basis für das Gemeinwohl. Die von Ihnen erbrachten Leistungen könnten von der Gemeinde gar nicht alle ausgeführt werden“, lobte sie das Engagement der Vereine und Menschen in der Gemeinde.

Als Mitglied der Bewertungskommission dankte sie für die vielen herzlichen Empfänge und kreativen Vorstellungen der Ortschaften. „Da hat sich in den letzten Jahren einiges getan, einige Ortschaften konnten sich durch eine positivere Darstellung verbessern“, stellte Noske fest. Auch Josef Wunram, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Orts- und Bürgervereine, betonte das große Engagement innerhalb des Wettbewerbs. Als erstmaliges Mitglied der Kommission berichtete er: „Die Tage der Bereisung waren für mich sehr aufreibend, aber auch interessant zugleich.“ Da eine Rotation für Wechsel in der Kommission sorgt, scheiden im nächsten Jahr Karin Oeltjenbruns aus Westerholt und Bürgermeisterin Martina Noske aus. Beide wurden mit Blumensträußen verabschiedet.

Das Marketing-Forum, vertreten durch Oliver Bremer und weitere Vorstandsmitglieder, beteiligt sich schon zum zehnten Mal an den Abschlussveranstaltungen und zeigt damit seine Wertschätzung für die Orts- und Bürgervereine. Anfangs wurden Bäume an die teilnehmenden Ortschaften gespendet, seit einigen Jahren werden Säcke mit Blumenzwiebeln verlost. Mit den Worten: „Wir versprechen nicht nur blühende Landschaften, wir sorgen auch dafür“, überreichte Bremer drei Säcke an die Ortschaften Astrup, Benthullen und Charlottendorf-Ost.

Sieger in den einzelnen Gruppen sind geworden: (Neuere Ortschaften, gleich- und großflächig, neuere Höfe, jüngere Baumbestände) Benthullen, 79,42 Punkte: (ältere, gewachsene Ortschaften, alte Höfe und alte Baumbestände) Westerburg, 80,67 Punkte; (Ortschaften mit umfangreichen Neubaugebieten) Hundsmühlen 80,42 Punkte.

Nach den offiziellen Punkten des Programms sorgte die Band Calvados mit flotter Tanzmusik für einen launigen Ausklang der Veranstaltung.