Kiel - Die 120. Kieler Woche ist nach neun Tagen mit vielen wetterbedingten Ausfällen versöhnlich zu Ende gegangen. Insgesamt konnten 343 Wettfahrten durchgeführt werden. Bei der Europameisterschaft der Jugendklasse 29er gewannen Jasper Steffens und Tom Lennart Brauckmann vom Kieler Yacht-Club Silber hinter den Schweden Adrian Salamon/Julius Hallstrom und vor den Franzosen Yrieix Brice/Loic Fischer-Guillov. An den Titelkämpfen in der Aufbauklasse für den olympischen 49er nahmen 184 Jugendteams aus 21 Ländern teil.

Rekordjäger Wolfgang Hunger aus Strande musste nach sieben Siegen in Serie mit Platz fünf zufrieden sein. Aufgrund vieler Rennausfälle hatte der 54-Jährige nach verpatztem Start in nur fünf Rennen keine Aufholchance mehr. Den Sieg in der Jolle sicherte sich Jan-Philipp Hoffmann vom Düsseldorfer Yacht-Club mit Vorschoter Felix Brockerhoff. SAP-Mitgründer Hasso Plattner segelte im Feld der 62 Starter aus zehn Ländern auf Platz 27.

Insgesamt haben über neun Tage mehr als 1500 Boote an der Regatta für olympische, paralympische und internationale Klassen sowie an der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Seesegler und den Offshore-Wettfahrten teilgenommen. Dabei mussten mehrfach ganze oder halbe Renntage aufgrund widriger Wetterbedingungen abgesagt werden.

In der ersten Woche hatten die deutschen Segler in zehn olympischen und zwei paralympischen Disziplinen elf Podiumsplätze, darunter fünf Siege gefeiert. Die zweite Hälfte endete Sonntag mit sechs Siegen in 14 Klassen. Moritz Paschen aus Potsdam gewann im Laser 4.7, der Kieler Frithjof Schwerdt im Musto Skiff.

Die Crew des Hamburgers Frank Schönfeldt siegte in der J/24, Laurits Bockelmann und Kim Liedtke waren die schnellsten im Hobie 16. Helge und Christian Sach aus Zarnekau waren im Formula 18 nicht zu schlagen. Damit verbuchten DSV-Starter insgesamt elf Kieler-Woche-Titel.