WECHLOY - Blick in eine vorerst gesicherte Zukunft: Die VHS-Jugendwerkstatt am Pophankenweg bleibt in Betrieb – aber auf Kosten des Projekts Jugendberufshilfe am Rohdenweg. Über die Details informierten sich am Donnerstag vor Ort Politiker der SPD, darunter der Fraktionsvorsitzende im Landtag, Stefan Schostok.
Grund für die Umstrukturierung sind Kürzungen des Bundesarbeitsministeriums bei den Mitteln für die berufliche Integration (NWZ
berichtete). Diese bedeuten für das Jobcenter rund zwei Millionen Euro weniger für diesen Bereich, so dessen Geschäftsführer Volker Trautmann. Bisher finanziert das Jobcenter die VHS-Jugendwerkstatt zu 55 Prozent, diesen Anteil kann es künftig nicht mehr tragen.In Absprache mit der Stadt (einem weiteren Träger neben dem Land) reduziert das Jobcenter ab 2012 seinen Anteil auf knapp 17 Prozent, dafür übernimmt die Kommune dann rund 42 statt bisher sechs Prozent des Etats. Dies kann nur durch das Ende der Maßnahmen am Rohdenweg sowie weitere Mittel gewährleistet werden, sagte Jugendamtsleiter Frank Lammerding. Insgesamt würde die Stadt zukünftig rund 170 000 Euro mehr aufwenden. „Wir werden in Oldenburg aber 30 bis 35 Plätze in der Jugendförderung verlieren“, so Trautmann. „Das ist viel.“
Gerd Hunke, Projektleiter der VHS-Jugendwerkstätten, zeigte sich zwar froh über die Lösung, kritisierte aber die Kürzungen insgesamt. „Uns werden Handlungsspielräume in der Stadt genommen.“ Jugendliche, um die man sich jetzt nicht kümmerte, würden irgendwann bei den Langzeitarbeitslosen zu Buche schlagen.
Kritische Worte gab es auch aus den Reihen der SPD. Jürgen Krogmann, im Landtag, Rat und Chef der Oldenburger SPD, sagte, dass dies „eine Übergangslösung ist, aber nicht das, was man sich unter einer Förderung vorstellt“.
