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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit Wellness & Fitness

Bei Bildschirmarbeit öfter Pause machen

06.02.2010

BERLIN /KöLN „Im ganzen Kopf drückt ein dumpfer Schmerz.“ Oder: „Um den Kopf liegt ein viel zu enges Stahlband.“ So beschreiben Patienten den sogenannten Spannungskopfschmerz. „Bis zu 70 Prozent aller Deutschen leiden zwei- bis dreimal im Monat unter solchen Beschwerden“, sagt Prof. Hans-Christoph Diener, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Berlin. Auch wenn die Schmerzen unangenehm sind, meist sind sie gut beherrschbar.

Vier Säulen

Problematisch wird es, wenn der Spannungskopfschmerz chronisch wird. „Davon spricht der Fachmann, wenn die Schmerzen mindestens drei Monate lang hintereinander mehr als 15 Tage im Monat auftreten“, definiert Prof. Volker Limmroth, Chefarzt der Neurologischen Klinik des Krankenhauses Köln-Merheim. Ob das zutrifft, lasse sich am besten mit einem Kopfschmerztagebuch ermitteln. Etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung seien betroffen.

Sie sollten unbedingt einen Neurologen oder Schmerztherapeuten aufsuchen, rät Diener. „Es scheint eine Zeitachse zu geben: Wenn man Patienten auf dem Weg zur Chronifizierung erwischt, besteht die Chance, mit Hilfe einer multimodalen Therapie die Spannungskopfschmerzen zurückzubilden.“ Leide ein Patient bereits drei bis fünf Jahre daran, könne höchstens die Schmerzintensität verringert werden.

Eine multimodale Therapie besteht aus vier Säulen. Die erste ist eine medikamentöse Dauerbehandlung. Schmerzmittel sind dafür ungeeignet. „Stattdessen werden trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin verordnet“, sagt Diener. Sie beeinflussen den Serotonin-Stoffwechsel im Gehirn und sorgen dafür, dass ein Patient weniger schmerzempfindlich ist.

Die zweite Säule ist eine Verhaltenstherapie. „Zwei Methoden sind besonders wirksam bei Spannungskopfschmerz: Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen und Autogenes Training“, sagt Susanne Grohs-von Reichenbach, Entspannungstherapeutin aus München.

Joggen oder Schwimmen

Viele ihrer Kursteilnehmer berichten über Bildschirmarbeit als einen auslösenden Faktor für die Kopfschmerzen. Ihnen empfiehlt sie, jede Stunde eine Pause von zwei bis drei Minuten einzulegen, die Schultern zu kreisen und die Augen zu bewegen.

Als dritte Säule der Therapie empfehlen Neurologen, dreimal pro Woche Ausdauersport wie Joggen oder Schwimmen zu betreiben. Und schließlich können durch eine Physiotherapie als vierte Säule gezielt muskulären Verspannungen behandelt werden.

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