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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit Wellness & Fitness

Blutarmut, Eisenmangel oder mehr?

19.05.2007

Abgeschlagenheit, Blässe, Konzentrationsmangel, schnelle Erschöpfung sind häufig Symptome einer Blutarmut. In 35 % der Fälle besteht ein Eisenmangel. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Ursache: Die Regelblutung.

Der Mensch benötigt am Tag nur etwa 1–2 mg Eisen (fe), das üblicherweise über die Nahrung, die etwa 20 mg Eisen enthält, aufgenommen wird.

Die Ursache eines Eisenmangels ist nur selten in einer fehlerhaften Ernährung zu suchen, es sei denn, man hat es mit einem strikten Lakto-Ovu-Vegetarier zu tun, der über Jahre kein Eisen zu sich genommen hat.

Häufigere Ursache ist ein erhöhter Bedarf, z. B. durch Schwangerschaft, Wachstum, größeren Verlust durch Monatsblutungen oder Blutverluste, die oft nicht bemerkt werden (okkulter Blutverlust). Hat man den Verdacht, dass eine Blutarmut vorliegt, sollte man einen Arzt um eine Laboruntersuchung bitten, die sehr zuverlässig eine Aussage darüber erlaubt, ob es sich um eine Blutarmut durch Eisenmangel oder durch einen Mangel an Vitamin B 12 handelt.

Zu beachten ist, dass bei Einnahme von Medikamenten, z. B. Aspirin oder blutgerinnungshemmenden Substanzen oder Mitteln, wie sie bei Rheumaerkrankungen eingesetzt werden (Diclofenac oder Ibuprofen), ein Eisenmangel dadurch auftreten kann, dass diese Präparate Schleimhautblutungen im Magen-Darm-Trakt verursachen. Bei einem Blutverlust von über 100 ml pro Tag färbt sich der Stuhlgang schwarz.

Selbst wenn ein Eisenmangel oder eine Blutarmut festgestellt werden, ist dies nicht zwangsläufig ernährungsbedingt, sondern es kann auch eine Tumorerkrankung, z. B. im Magen-Darm-Trakt vorliegen (Dickdarm- oder Magenkrebs). Je älter der Mensch ist, desto wahrscheinlicher ist der Verdacht, dass bei einem plötzlichen Eisenmangel oder einer Blutarmut ohne sichtbare Blutungen eine solche Erkrankung vorliegt. Diese Patienten sollten sich möglichst rasch bei einem Arzt vorstellen, damit die Ursache der Anämie geklärt werden kann.

Manchmal findet sich auch eine Aufnahmestörung für Eisen, etwa bei einer Gliadin-Überempfindlichkeit (Zoeliakie, Sprue). Auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) können eine Blutarmut mit erheblichem Eisenmangel verursachen, ohne dass der Patient Blutungen beobachtet haben muss.

Der Vitamin B 12-Mangel ist ebenfalls eine Ursache für eine Anämie. Ein Vitamin B 12-Mangel entsteht am häufigsten durch eine Autoimmungastritis, bei der die Magenschleimhaut die Fähigkeit verliert, Säure zu bilden und mit einem Faktor (Intrinsic-Faktor) Vitamin B 12 aufzunehmen. Dieser Mangel wird häufig sehr spät erkannt.

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