• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Gesundheit Wellness & Fitness

INFEKTIONEN: Gefährliche Souvenirs aus dem Urlaub

08.09.2007

BERLIN /DüSSELDORF Malaria, Denguefieber, Hepatitis – auf Reisen drohen viele gesundheitliche Risiken. Doch nicht nur während der Reise ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Viele Urlauber kommen jedes Jahr mit ungebetenen Souvenirs nach Hause, die sich oft erst nach der Reise bemerkbar machen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin listet auf seiner Website mehrere Dutzend Infektionskrankheiten auf – von Affenpocken bis zu von Zecken übertragenen Erkrankungen.

In jeder Reiseregion drohen unterschiedliche Risiken, wobei die regionalen Schwerpunkte durch die Globalisierung aber immer mehr verwischen. Die weitaus meisten Reisenden ziehen sich jedoch nur eine harmlose Durchfallerkrankung zu. Durchschnittlich sei jeder dritte deutsche Reisende betroffen, berichtet Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Besonders hoch sei das Risko einer Durchfallerkrankung im tropischen und nördlichen Afrika, sagt Stephan Ehrhardt, Arzt am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Auf Nilkreuzfahrten infizieren sich laut Jelinek 90 Prozent aller Reisenden. Aber auch in anderen Reiseregionen wie Südamerika, Südostasien oder Osteuropa bestehe eine erhöhte Gefahr.

Verursacher sind meist Kolibakterien, die mit fäkal verunreinigter Nahrung aufgenommen werden. Aber auch Viren und Einzeller wie Amöben können schwere Diarrhöe auslösen. Wichtig sei vor allem, viel zu trinken, rät Andreas Jansen, Tropenarzt am RKI. Hält der Durchfall länger als vier Tage an, sollte der Erkrankte einen Arzt aufsuchen und ihn genau über seinen Urlaubsort informieren.

Gleiches gelte, wenn der Durchfall mit Fieber oder Hautausschlag einhergeht oder Blut oder Schleim im Stuhl zu finden sind, sagt Jansen.

Diese Leiden sind Symptome für mehrere Tropenkrankheiten wie Malaria oder Denguefieber. Die durch Stechmücken übertragene Malaria trete vor allem bei Afrika-Reisenden auf, sagt Jelinek. Wird die Krankheit rechtzeitig diagnostiziert, lasse sie sich gut behandeln. Allerdings sei eine zunehmende Sorglosigkeit gegenüber Malaria zu beobachten, berichtet Ehrhardt. Viele Reisende betrachteten die vorbeugende Einnahme von Chemoprophylaxe wegen der möglichen Nebenwirkungen kritisch und unterließen sie deshalb. Besorgniserregend ist laut Jelinek besonders die starke geografische Verbreitung des Denguefiebers in den vergangenen Jahren (siehe Infokasten).

Doch nicht nur in fernen, exotischen Ländern drohen Gesundheitsgefährdungen. Beim Urlaub innerhalb Europas können zum Beispiel die auch als Gelbsucht bekannten Hepatitis A und B, FSME und Borreliose durch Zeckenbisse oder Hauterkrankungen wie die Leishmaniose auftreten, warnt das CRM. Hepatitis A wird durch Kolibakterien in Nahrung und Wasser übertragen und äußert sich in Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Durchfall. Eine Impfung wird wie auch bei der durch Körperflüssigkeiten übertragenen Hepatitis B empfohlen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.