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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit Wellness & Fitness

Was gegen Mückenstiche hilft

28.07.2018

Hamburg Der Sommer könnte so schön sein, wenn da nicht die Mücken wären. Mückenstiche sind lästig, aber in aller Regel nicht gefährlich. Eine Ausnahme ist es, wenn jemand nicht nur lokal auf der Haut reagiert, sondern mit dem ganzen Körper. Wer also zum Beispiel Kreislaufprobleme bekommt oder Atemnot, wer Fieber oder Schüttelfrost entwickelt, sollte zum Arzt gehen. Das gilt auch, wenn sich der Stich entzündet hat, erklärt Hautärztin Jana Witte aus der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf.

Warum jucken Mückenstiche?

Wenn Mücken stechen, saugen sie nicht nur Blut, sie injizieren auch ihren Speichel in die Haut. Der Körper erkennt diesen Speichel als Fremdkörper und setzt eine Abwehrreaktion in Gang. Dabei spielt unter anderem ein Botenstoff namens Histamin eine Rolle. Er ist für den Juckreiz verantwortlich. „Im Grunde ist das eine lokale allergische Reaktion“, erklärt Witte.

Warum bekommen manche Menschen riesige Quaddeln, wenn eine Mücke gestochen hat?

Die allergische Reaktion fällt unterschiedlich stark aus. Wie stark, das ist auch genetisch festgelegt.

Wann sind Mückenstiche ein Fall für den Arzt?

Wenn jemand nicht nur lokal auf der Haut reagiert, sondern mit dem ganzen Körper. Wer also zum Beispiel Kreislaufprobleme bekommt oder Schwierigkeiten hat zu atmen, wer Fieber oder Schüttelfrost entwickelt, der sollte zum Arzt gehen. Das gilt auch, wenn sich der Stich entzündet hat.

Was kann man selbst nach einem Mückenstich tun?

Nicht kratzen. Damit öffnet man Keimen Tür und Tor und riskiert eine Entzündung. Witte rät, die Stelle etwas zu kühlen und eventuell ein lokales Antihistaminikum aufzutragen. Die Gels aus der Apotheke kann man auch im Kühlschrank aufbewahren. Wer übersät ist mit Stichen und unter Juckreiz leidet, kann versuchen, ihn mit einem frei verkäuflichen Antiallergikum in Tablettenform zu lindern.

Helfen elektronische Stichheiler gegen den Juckreiz??

Elektronische Stichheiler sollen die Proteine im Mückenspeichel zerstören, indem sie die betroffene Hautstelle erhitzen. Witte zufolge ist das durchaus einleuchtend. „Die Proteine sind hitzelabil.“ Größere Untersuchungen dazu sind ihr allerdings nicht bekannt. Wer es ausprobieren möchte, muss also selbst schauen, ob es wirkt. Voraussetzung sei jedenfalls, dass man den Stift schnell nach dem Stich anwendet, sagt Witte.

Zu den Duftstoffen, die Mücken nicht mögen, gehört das Nelkenöl. Stellt man ein offenes Fläschchen davon auf oder gibt ein paar Tropfen Öl in eine kleine Schale, kann dies helfen, die Plagegeister fernzuhalten. Auch Zitronella-Öl kann Mücken auf Distanz halten. In mehrere Duftöllampen abgefüllt, verbreitet sich der Geruch im ganzen Haus – das funktioniert übrigens ebenso mit Lavendelöl.

Auch der stechende und saure Geruch der Essigessenz eignet sich gut zur Mückenabwehr. Leider empfinden auch wir Menschen diesen Geruch als eher unangenehm, deshalb empfiehlt es sich, das gefüllte Schälchen draußen auf dem Fensterbrett oder vor dem Eingang der Balkontür zu platzieren. Auch eine Flasche Apfelessig gemischt mit etwas Wasser kann helfen, Mücken zu vertreiben.

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