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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit Wellness & Fitness

Hand-Fuß-Mund-Krankheit weit verbreitete Infektion

23.03.2013

Die Hand-Fuß-Mundkrankheit ist eine weit verbreitete Infektionskrankheit, die meistens harmlos verläuft. Sie betrifft überwiegend Kinder unter zehn Jahren, kann jedoch auch bei Erwachsenen auftreten. Die Krankheit wird durch Enteroviren verursacht. Enteroviren sind kleine Viren, die die Magensäurebarriere überwinden und in den Darm gelangen können. Die Infektion wird überwiegend durch Enteroviren der Gruppe A verursacht, zu denen als häufigster Erreger Coxsackie-A16-Viren gehören.

Enteroviren kommen überall vor, sind umweltstabil, können auf unbelebter Materie existieren und sind sehr ansteckend. Einziges Erregerreservoir ist der Mensch. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch direkten Körperkontakt, Körperflüssigkeiten wie Nasen- und Rachensekret, Speichel oder Stuhl. Eine wesentliche Rolle spielt die Übertragung durch die Hände. Auch eine indirekte Übertragung über verunreinigte Gegenstände, Spielzeug, Sanitärarmaturen und Türklinken ist möglich.

Die Inkubationszeit liegt zwischen drei und sechs Tagen. Während der ersten Woche sind die Patienten hoch ansteckend, die Viren können jedoch auch nach Abklingen der Symptome noch über mehrere Wochen über den Stuhl ausgeschieden werden.

Der überwiegende Anteil der Infektionen, über 80 Prozent, verläuft symptomlos. Die Erkrankung beginnt normalerweise mit Fieber, Halsschmerzen und geringerem Appetit. Ein bis zwei Tage nach Fieberbeginn entwickeln sich meist schmerzhafte Mund- und Rachen-Schleimhautentzündungen mit Bläschen und kleinen Geschwüren (Aphthen) an Zunge, Gaumen und in den Backentaschen. Hinzu kommt innerhalb von ein bis zwei Tagen ein nicht juckender Hautausschlag der Handinnenflächen und Fußsohlen mit roten Flecken, selten mit Blasenbildung. Die Erkrankung verläuft normalerweise mild, fast alle Patienten erholen sich innerhalb von sieben bis zehn Tagen ohne ärztliche Behandlung. Selten treten Hirn- oder Gehirnhautentzündungen auf.

Eine spezifische Therapie steht nicht zur Verfügung. Die Erkrankung wird abhängig von den individuellen Bedürfnissen symptomatisch behandelt. Es ist darauf zu achten, dass Kinder trotz der schmerzhaften Bläschen im Mund genügend trinken. Bei Bedarf können lokalwirksame schmerzlindernde und entzündungshemmende Präparate auf pflanzlicher Basis (Kamille, Melisse, Thymian) angewandt werden. Wenn das nicht ausreicht, kann man ein Zahnungsgel auftragen, das ein Lokalanästhetikum enthält.

Entscheidend ist die Vorbeugung. Das Infektionsrisiko kann durch gute Händehygiene reduziert werden. Wichtig ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife, insbesondere vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und Windelwechsel. Enger Kontakt mit Erkrankten sollte vermieden werden. Erkrankte Kinder sollten einem Arzt vorgestellt werden, der entscheidet, ob eine häusliche Betreuung erforderlich ist und wann ein Kind die Kindertagesstätte oder Schule wieder besuchen kann.

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