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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit Wellness & Fitness

Magenbeschwerden durch Bakterien oder Vitaminmangel

23.10.2010

Der Magen wird bei Beschwerden im Bauchbereich häufig als Ursache verantwortlich gemacht.

Der Magen ist ein Hohlorgan zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm. Nach Aufnahme der Speise wirkt er wie ein Reservoir. Durch die Magenwände wird die Speise in kleiner portionierter Form an den Zwölffingerdarm weitergegeben. Der Magen hat durch die Säure die Möglichkeit Mikroorganismen abzutöten, da fast alle Organismen bei den niedrigen Säurewerten (pH Wert) nicht überlebensfähig sind. Der Magen zerkleinert die Speise durch starke Muskelbewegungen im Magenausgangsbereich. Eine regelrechte Verdauung findet nur in geringem Umfang statt, zum Beispiel durch Aufspaltung der Nahrung durch Pepsin und durch Ansäuerung.

Allerdings ist auch ohne Säure und ohne Pepsin eine Aufnahme der Nahrung über den Verdauungstrakt möglich. Wichtig ist, dass die Magenentleerung durch die Kaloriendichte gesteuert wird. So hemmt Fett die Magenentleerung, entleert sich Flüssigkeit viel schneller als feste Nahrung.

Die verzögerte Entleerung des Magens ist häufig ein Grund für erhebliche Beschwerden. Diese tritt insbesondere bei Patienten mit einer Zuckererkrankung, bei neurologischen Erkrankungen (Morbus Parkinson, Multiple Sklerose), aber auch bei Infektionen, die häufig viraler Natur sind, auf. In diesen Fällen kann man durch diätetische Maßnahmen (wenig Ballaststoffe, fettarme Ernährung, großes Flüssigkeitsangebot) und durch Medikamente eingreifen.

Interessanterweise gibt es viele Missverständnisse im Zusammenhang mit der Magenschleimhautentzündung. Auch wenn durch Alkohol und Medikamente (Antirheumatika, Schmerzmedikamente) Schädigungen der Schleimhaut auftreten, so entstehen dadurch keine begleitenden Entzündungen, die den Begriff der Gastritis rechtfertigen. Diese Diagnose lässt sich ausschließlich durch eine Gewebeentnahme bei der Magenspiegelung sichern.

Die entscheidende Wende war die Entdeckung, das die Infektion mit dem Helicobacter pylori in der überwiegenden Mehrzahl die Ursache für die Entstehung des Magengeschwürs ist. Durch die Einwirkung der Bakterien kann die Säure in der vorgeschädigten Schleimhaut ein Geschwür verursachen. Man geht davon aus, das ohne Helicobacter pylori nur in Ausnahmefällen Geschwüre entstehen. Seit der Entdeckung haben Operationen wegen eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüres dramatisch abgenommen, da der Helicobacter mit Antibiotika beseitigt werden kann.

Eine besondere Erkrankung ist die autoimmune Gastritis, bei der durch Antikörper gegen Zellen der Magenschleimhaut eine Atrophie entsteht, mit der Folge, dass keine Säure mehr gebildet werden kann. Hierdurch kommt es zur Vitamin B 12-Verarmung und zu einer perniziösen Anämie. Die Behandlung ist recht einfach. Der Patient erhält Vitamin B 12 zunächst in Spritzenform. Die Verabreichung von Säure oder Pepsin-Präparaten wird heute als vollständig überflüssig angesehen. Allerdings geht diese Gastritisform mit einem erhöhten Magenkarzinomrisiko einher.

Ganz besonders häufig sind Beschwerden im Oberbauchbereich, die als Reizmagen interpretiert werden. Es fehlen dabei Veränderungen an der Schleimhaut; etwa 20 bis 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland haben dieses Krankheitsbild, bei dem es zu Druck, Völlegefühl, Sättigungsgefühl, Übelkeit und Schmerzen im Oberbauch kommen kann mit geblähtem Leib. Sodbrennen, auch Aufstoßen, ist ein Zeichen, dass die Speiseröhre erkrankt ist. Grundsätzlich gilt, dass bei Beschwerden, die länger als drei Monate anhalten, eine Untersuchung des Bauchraumes mit Ultraschall und einer Magenspiegelung erforderlich ist.

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