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Aktualisiert vor 12 Minuten.

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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit Wellness & Fitness

Medikamente vor oder nach dem Essen?

08.09.2012

Soll ich die Tablette vor dem Essen oder nach dem Essen einnehmen? Das ist eine der häufigsten Fragen von Patienten am Ende des Gespräches mit dem Arzt. Die Frage ist völlig berechtigt, denn tatsächlich haben Mahlzeiten einen großen Einfluss darauf, wie schnell oder langsam ein Medikament im Blut ankommt und ob es unversehrt oder verändert den Ort seiner Wirkung erreicht.

Aber nicht nur das Essen beeinflusst die Tabletten, sondern auch das, was dazu getrunken wird. Tee und Kaffee enthalten Gerbstoffe, die dazu führen können, dass der Wirkstoff aus einer Tablette nur unvollständig im Blut ankommt. Eisentabletten werden dadurch nahezu wirkungslos. Saft wie zum Beispiel Grapefruitsaft aktiviert bestimmte Stoffwechselprozesse, so dass die Wirkung eines Medikamentes deutlich verstärkt oder abgeschwächt werden kann.

Nehmen Sie Medizin deshalb möglichst immer mit einem Glas Wasser ein. Wenn Sie eine schnelle Wirkung erzielen möchten, zum Beispiel bei Schmerzmedikamenten, sollte das Glas mindestens 250 Milliliter Wasser enthalten, denn durch eine große Menge beschleunigen Sie die Entleerung Ihres Magens und erreichen damit, dass das Medikament schneller in den Dünndarm kommt und damit genau an die Stelle, von der aus es ins Blut geht. Im Ergebnis erreichen Sie eine schnellere Wirkung.

Zurück zum Essen: Dass ein Medikament in den meisten Fällen vom Dünndarm aus ins Blut geht, wissen Sie nun schon. Und vor dem Dünndarm liegt der Magen. Jede Füllung des Magens verlangsamt den Transport von Medikamenten in den Darm. Je fettreicher und größer die Mahlzeit ist, umso mehr verzögert sich die Geschwindigkeit des Tablettentransportes und das führt meistens dazu, dass die Wirkung langsamer eintritt. Hin und wieder ist genau das gewünscht, und Sie sollten es deshalb mit Ihrem Arzt besprechen.

Sogenannte magensaftresistente Medikamente, also solche, die der Hersteller mit einem Überzug zum Schutz des Magens versehen hat, nehmen Sie jedoch bitte immer nüchtern ein, also vor dem Essen und möglichst wieder mit einem großen Glas Wasser. Oft werden Schmerzmedikamente wie zum Beispiel Diclofenac in dieser Form hergestellt. Ist der Magen gefüllt und verzögert sich dadurch der Tablettentransport, kann der Überzug porös werden oder sich auflösen.

Aber es ist nicht nur so, dass unser Essen die Wirkung von Medikamenten beeinflusst, sondern das Umgekehrte gilt auch: Die Einnahme von Medikamenten kann dazu führen, dass wichtige Vitalstoffe aus unserem Essen nur noch vermindert ins Blut gelangen und unserem Stoffwechsel dadurch wesentliche Vitamine und Mineralstoffe fehlen, was auch manche Nebenwirkung erklärt.

Darum gilt für jedes Medikament, also für jede pharmakologische Substanz: so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Stimmen Sie deshalb jede medikamentöse Therapie mit Ihrem Arzt ab, und Ihr Hausarzt sollte von möglichst jedem Medikament wissen, das Sie einnehmen.

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