München - Regelschmerzen kennt wohl jede Frau. Doch wenn die monatliche Blutung zur Qual wird und Schmerzen an verschiedenen Stellen auftreten, steckt vielleicht eine Endometriose dahinter. Neben dem Unterleib kann es auch im Rücken und an alten Narben sowie beim Wasserlassen, beim Stuhlgang oder beim Sex weh tun. Vermutlich jede zehnte Frau ist betroffen, glaubt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF). Die Krankheit, bei der sich Schleimhautzellen aus der Gebärmutter an anderen Stellen im Körper ansiedeln, wird wegen der vieldeutigen Symptome oft erst nach Jahren entdeckt. Haben Frauen die genannten Schmerzen vor allem im Zusammenhang mit ihrer Periode, sollten sie das ihrem Frauenarzt beschreiben. Eine Untersuchung ist möglich, Sicherheit gibt aber nur eine Bauchspiegelung. Möglicherweise helfen auch Medikamente, die Antibabypille oder entzündungshemmende Schmerzmittel. Eine Schwangerschaft kann die Endometriose „austrocknen“, auch ist sie oft Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit.