• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Gesundheit Wellness & Fitness

So wird man lästigen Fußpilz wieder los

05.01.2019

Regensburg /Reutlingen Es mag ekelig klingen – aber Pilze tummeln sich überall auf der Haut. „Zum Problem werden sie erst dann, wenn sie über kleine Risse oder Verletzungen in die Haut gelangen und Entzündungen hervorrufen“, erklärt Prof. Philipp Babilas, Dermatologe am Hautzentrum Regensburg. Fußpilz kann die Folge sein. Er ist mehr als ein Schönheitsmakel. Denn unbehandelt wird so eine Infektion richtig unangenehm.

„Fußpilz kann sich ohne eine Therapie den Fuß entlang bis zur Ferse, die Schenkel hoch bis zum Gesäß ausbreiten“, sagt Babilas. Möglich ist, dass der lästige Pilz sich in den Falten am Gesäß breit macht und dort Brennen oder starken Juckreiz verursacht. Befällt er Nägel, dann werden sie rau, brüchig und krümelig. Deshalb gilt: „Je früher etwas gegen Fußpilz unternommen wird, desto besser.“

Chronisch Kranke, die etwa einen Diabetes mellitus oder Rheuma haben, gehen mit einer Pilzerkrankung besser gleich zum Hautarzt, rät Podologin Tatjana Pfersich. Der Arzt kann über eine Probe den Erreger konkret ausmachen und gezielt bekämpfen. Auch Kinder und schwangere Frauen sollten sich sicherheitshalber ärztlich untersuchen lassen. „Das bringt die Gewissheit, dass hinter den Beschwerden nicht etwa eine Schuppenflechte oder eine Neurodermitis steckt“, sagt Babilas.

Was Patienten keinesfalls tun sollten: die Therapie einfach abbrechen. „Auch wenn die Symptome schnell abklingen, sollte die Therapie mindestens zwei Wochen erfolgen“, so Pfersich. In dieser Zeit ist strenge Hygiene angesagt. Wäsche, die mit dem Pilz in Kontakt kommt, muss täglich bei 60 Grad gewaschen werden, um Keime abzutöten. Das gilt etwa für Socken, Waschlappen und Handtücher. Das Innere von Schuhen lässt sich mit Spray aus der Apotheke desinfizieren.

Ist die Fußpilzerkrankung abgeheilt, sollte man sich wappnen – um sich nicht gleich den nächsten Pilz einzufangen. Vorsicht ist beispielsweise dort geboten, wo viele Menschen barfuß gehen. Das ist nicht nur in öffentlichen Bädern, Wellness-Anlagen und Saunen, sondern zum Beispiel auch in Hotelzimmern der Fall.

Regelmäßige Kontrollen der Zehen, Zehenzwischenräume und Fußsohlen tragen ebenfalls dazu bei, einen Fußpilz frühzeitig zu entdecken. „Mindestens einmal die Woche sollten die Füße genauer in Augenschein genommen werden“, empfiehlt Pfersich. Zur Vorbeugung von Fußpilz trägt auch bei, nicht nur gut passende und bequeme Schuhe zu tragen, sondern auch auf ein atmungsaktives Material des Schuhwerks zu achten. Turn- oder Sportschuhe sollten nur für die Zeit des schweißtreibenden Trainings angezogen werden.

Wechselbäder und -duschen regen die Durchblutung der Füße an und sorgen dafür, dass sie im Winter warm sind. „So kommt es erst gar nicht zu Rissen in der Haut, die zu Fußpilz führen können“, so Babilas. Kommt der Fußpilz nach Abklingen einer Infektion immer wieder, bietet es sich an, die Füße ein- bis zweimal wöchentlich vorbeugend mit einem sogenannten Breitband-Antimykotikum einzucremen oder einzusprühen. „Das ist ein Medikament, das gegen mehrere Erreger wirkt“, erläutert Babilas.

Wer gesund lebt und auf vitaminreiche Kost, Bewegung und ausreichend Schlaf achtet, stärkt zusätzlich seine Abwehrkräfte. Auch das trägt zum Schutz vor Fußpilz bei.

Los geht es meist zwischen den Zehen. Zu erkennen sei Fußpilz daran, dass die Haut zwischen den Zehen weich und aufgeschwollen ist, sagt die Podologin Tatjana Pfersich. Auf Fußpilz hindeuten kann auch eine schuppige Hornhaut im Fersenbereich oder rote Pusteln auf der gesamten Fußsohle. Wer solche Symptome entdeckt, kann versuchen, dem Pilz in Eigenregie zuleibe zu rücken: „Cremes, Gels und Sprays gegen Pilzinfektionen sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich“, sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. Sie werden etwa ein- bis zweimal täglich großflächig um die betroffenen Stellen herum aufgetragen. Die Therapie muss schnell beginnen, um ein Übergreifen des Pilzes zu verhindern.

Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

NWZonline.de/gesundheit
Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.