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NWZonline.de Region

Kunst: Welt ist keine endlose Ressource

12.03.2013

Rastede „Alles versaut. Ich fange mit einem neuen Entwurf wieder an“, steht in einem der zahlreichen Einträge im Werkstatttagebuch von Grafiker und Maler Peter Zimmermann (1941-2007). Der hohe Anspruch des Künstlers an sich selbst und seine technische Detailarbeit kommt darin zum Ausdruck und ist nun in einer neuen Ausstellung in den Räumen des Palais zu bewundern.

„Das zentrale Thema der Arbeiten von Peter Zimmermann ist die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur. Mit oft doppelbödigem Humor regt er mit seinen Bildern dazu an, den Umgang mit der natürlichen Umwelt zu hinterfragen“, sagte Palaisleiterin Claudia Thoben zur Ausstellungseröffnung am Sonntag. Erschienen waren nicht nur zahlreiche Gäste aus dem Ort, sondern auch die Witwe Liane Zimmermann, die schaffend am Großteil der Drucke beteiligt war und seit dem Tod ihres Mannes den Nachlass verwaltet.

Gewirkt hat Zimmermann vor allem in Worpswede und Osterholz-Scharmbeck, wo er auch außerordentlich aktives Mitglied im Kunstverein Osterholz war. Karl-Heinz Marg, der Vorsitzende des Kuratoriums der Kulturstiftung Landkreis Osterholz, lobte dieses Engagement in seiner Begrüßungsansprache ausdrücklich. „Peter Zimmermann wusste durch Ausstellungen weite Bevölkerungskreise in seiner liebenswürdigen und bescheidenen Art für Kunst und Kultur zu begeistern“, so Marg.

Eine überblickende Einführung in die nun in Rastede ausgestellten Malereien und Drucke gab anschließend Dr. Birgit Nachtwey, Kunsthistorikerin aus Worpswede, die seit den frühen 1990er Jahren auch in persönlichem Kontakt mit der Familie Zimmermann steht: „Es fällt auf, dass Peter Zimmermann den Aufwand des Verfahrens der Farbradierung nicht als Hindernis sah. Im Gegenteil hatte er wohl Spaß an der Herausforderung, die seine angestrebte Detailliertheit im Bild am besten zum Ausdruck bringen konnte.“ Auch Zimmermanns akribisch geführtes Werkstatttagebuch sprach Birgit Nachtwey an, in dem er mit hoher Selbstreflexion beinahe jeden Arbeitsschritt festhielt.

Bei allem Humor, der durch die Wahl der Bild-Elemente und deren Kombination hervortritt, hat Peter Zimmermann doch Zustände ernsthaft beobachtet und das Verhältnis von Mensch und Natur so herausgearbeitet, dass durch die Arbeiten eine leise, aber bestimmte Parteiergreifung stattfindet. Das wie nie zuvor aktuelle Problem, die Welt nicht als endlose Ressource ansehen zu können und sie entsprechend zu behandeln, verleiht dem Werk Zimmermanns damit auch eine wertvolle Aktualität. Bis zum 28. April sind viele Stücke aus seinem Nachlass im Palais ausgestellt.

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