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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Hamburg siegt 2:0 bei Werder Bremen: Zwei Platzverweise – HSV gewinnt hitziges Derby gegen Werder

19.09.2021

Bremen Es knisterte im mit 21 050 Fans besetzten Weserstadion: Das erste Nordderby in der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV und das erste Duell der beiden Erzrivalen nach mehr als dreieinhalb Jahren Pause elektrisierte die Fans beider Lager – und die erstklassige Atmosphäre auf den Rängen trieb die Teams dieses Mal in Liga zwei zu einem mitreißenden, teils sehr harten und spektakulären Kampf mit zwei Platzverweisen, mit einem Elfmeter-Videobeweis-Ärger und mit einem aberkannten Tor sowie zwei regulären Treffern an. Am Ende setzte sich ein vor dem Tor eiskalter und effektiver HSV am Samstagabend mit 2:0 (2:0) durch und verpasste Werder nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien wieder eine Niederlage. Robert Glatzel nach nur 80 Sekunden und Moritz Heyer (45.+1) erzielten die Treffer für die Gäste. Werders Christian Groß nach einer wilden Grätsche (31.) und Hamburgs Sebastian Schonlau (52.) sahen in einer jederzeit hitzigen Partie die Ampelkarte.

Keine Überraschungen in Startelf

Werder-Trainer Markus Anfang setzte in seinem ersten Nordderby auf jene Formation, die zuletzt 3:0 beim FC Ingolstadt gewann. Lediglich Lars Lukas Mai ersetzte in der Innenverteidigung den angeschlagenen Kapitän Ömer Toprak. Der HSV teilte kurz vor dem Anpfiff mit, dass er auf unbestimmte Zeit auf Mittelfeldspieler Maximilian Rohr verzichten muss. Der 26-Jährige habe sich im Training „eine komplexe Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zugezogen“.

Spektakulärer Start

Spektakulärer – und schlechter aus Bremer Sicht – hätte die Partie dann kaum starten können. Bereits nach 80 Sekunden führte der HSV nach einer starken Kombination über die linke Seite durch einen Kopfball von Glatzel mit 1:0. Werder hielt dagegen – allerdings erstmal nur in Form einer Grätsche von Groß im Mittelfeld. Es gab die erste (und nicht die letzte) Rudelbildung sowie nach fünf Minuten die erste Gelbe Karte – das Nordderby brauchte mal überhaupt keine Anlaufzeit. Werder – auch Trainer Anfang an der Seitenlinie – haderte von Beginn an immer wieder mit den Pfiffen von Schiedsrichter Sascha Stegemann und fand offensiv kaum in die Partie. Nach 25 Minuten stand kein Bremer Torschuss, aber die zweite Gelbe Karte (für Niklas Schmidt) zu buche. Schmidts Freistoß aus 18 Metern war dann zwar ungefährlich, aber zumindest Werders erster Abschluss (29.).

Groß erweist Bärendienst, dann wirds richtig hitzig

Als sich die Stimmung gerade etwas zu beruhigen schien, kochte sie wieder hoch – und das, weil Groß seinem Team einen Bärendienst erwies. Völlig übermotiviert sprintete Werders Sechser in der 31. Minute HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes entgegen, um – positiv ausgedrückt – einen langen Ball des Torwarts blocken zu wollen. Sein Sprint endete mit einer unnötigen Grätsche, mit der er den Torwart traf anstatt den Ball. Wieder gab es eine Rudelbildung, die anschließende Ampelkarte für Groß von Referee Stegemann war hochverdient.

Die Groß-Grätsche war der Auftakt zu einer spektakulären wie hitzigen Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit. In der 36. Minute tobte das Weserstadion erneut: Werders Top-Zugang Ducksch ging in das Laufduell mit Hamburgs Schonlau, kam vor den HSV-Verteidiger, der leicht klammerte und hielt. Die Fans forderten Elfmeter – und das nicht zu unrecht, wie die TV-Bilder zeigten. Der VAR schaltete sich jedoch nicht ein, die Bremer Fans wüteten. Sechs Minuten später zirkelte Ducksch dann einen Freistoß traumhaft über die HSV-Mauer ins Netz – 1:1, Werder und sein Torschütze feierten schon ausgiebig. Doch erneut griff Stegemann ein, erkannte den Treffer nicht an und hatte dieses Mal Recht. Weil Werders Mitchell Weiser sich in die gegnerische Mauer gestellt hatte, was seit 2019 in den Regularien nicht mehr erlaubt ist, durfte der Bremer Ausgleich nicht zählen. Werders unglücklich verlaufene erste Halbzeit fand ihren Höhepunkt darin, dass die offensiv eigentlich harmlosen Hamburger in der Nachspielzeit durch einen Kopfball von Moritz Heyer mit ihrer zweiten Torchance auf 2:0 erhöhten. Eine verrückte erste Halbzeit endete mit einem weiteren Nackenschlag.

Intensiver Kampf auch nach der Pause

15 Minuten hatten alle Beteiligten Zeit, in den Kabinen ihre´Gemüter zu beruhigen – ohne Erfolg. Gleich in der 49. Minute wollte Ducksch ein Hamburger Handspiel gesehen haben, moserte, gestikulierte und sah wegen Meckerns die Gelbe Karte. Wieder nur drei Minuten später zog Werders Romano Schmid in Richtung HSV-Tor, Schonlau blockte ihn – und sorgte mit seiner Ampelkarte wieder für nummerische Gleichzahl auf dem Rasen. Werders Fans machten weiter richtig Alarm, trieben ihr Team in der Hoffnung auf eine Wende an. Doch offensiv kamen die Gastgeber lange Zeit kaum zu Torchancen. Jatta hätte stattdessen nach einem Konter auf 3:0 erhöhen müssen (61.).

Werder drückt in Schlussphase

Als der kurz zuvor eingewechselte Niclas Füllkrug die größte Bremer Gelegenheit vergab, indem er den Ball neben das leere Hamburger Tor drosch (73.), war das der Startschuss zu einer Schlussoffensive. Vier Minuten später hätte der tor- und formlose Füllkrug erneut treffen müssen, schoss aber verunsichert wirkend zu unplatziert. Werder warf noch einmal alles nach vorn, drückte, hatte eine Doppel-Chance durch Ducksch und Schmid (80.) sowie eine Groß-Chance von Milos Veljkovic (90.+6), agierte aber auch hier unglücklich und musste so eine schmerzhafte Derby-Niederlage hinnehmen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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