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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Das erwartet Werder an der Alten Försterei

13.09.2019

Berlin /Bremen Seit 1981 spielt Werder Bremen durchgängig in der 1. Fußball-Bundesliga. In einigen Stadien haben die Bremer seitdem fast 40-mal gespielt. An diesem Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) aber betreten Maximilian Eggestein, Davy Klaassen und Co. als erste Werder-Spieler für ein Punktspiel ein ganz bundesliga-unerfahrenes, wenngleich sehr besonderes Stadion: das an der Alten Försterei in Berlin-Köpenick.

Das Stadion

Das Stadion von Union Berlin war schon vor dem Bundesliga-Aufstieg der „Eisernen“ in der vergangenen Saison eines der bekanntesten Deutschlands. Besonders ist es aber nicht nur aufgrund des jährlichen Weihnachtssingens, zu dem tausende Fans Sofas auf das Spielfeld schleppen und „Oh du Fröhliche“ trällern. Es ist das einzige Stadion im Profifußball, das drei reine Stehtribünen hat. In Zahlen schlägt sich das wie folgt nieder: Die Alte Försterei bietet 18 395 Stehplätze, aber nur 3617 Sitzplätze.

Die Fans

Auch die Fans sind etwas besonderes. Sie haben zum Beispiel tatkräftig mitgeholfen, das Stadion in der Saison 2008/09 auszubauen. Nochmal Zahlen: 2000 Anhänger leisteten freiwillig insgesamt 140 000 unentgeltliche Arbeitsstunden.

Fans mit hoher Bindung zum Verein haben jedoch auch oft hohe Ideale – und sind mitunter schnell verärgert. So gefiel es vielen Anhängern gar nicht, dass der dem Kommerz eigentlich lange abschwörende Verein, dessen Fußballabteilung keine ausgegliederte GmbH oder dergleichen ist, vor der ersten Bundesliga-Saison das Immobilienunternehmen Aroundtown als Hauptsponsor unter Vertrag nahm. Was die Union-Fans von der Kommerzialisierung im Fußball halten, brachten sie im ersten Bundesliga-Heimspiel gegen – ausgerechnet – RB Leipzig in Form eines Stimmungsboykotts zum Ausdruck.

Die „Eisernen“

Die bekanntesten Namen in der Vorsaison waren Felix Kroos – dank seines großen Bruders Toni – , der im Januar 2016 von Werder zu Union wechselte und dort Stammspieler ist, und der Wilhelmshavener Sebastian Polter. Der Wilhelmshavener, der schon der seit Januar 2017 in Berlin unter Vertrag steht, hat bereits für Wolfsburg, Mainz und Nürnberg in der Bundesliga gespielt. Doch im Sommer hat Union eingekauft: Für jeweils 1,9 Millionen Euro holten sie den Ex-Bremer Anthony Ujah aus Mainz und Marvin Friedrich aus Augsburg. Außerdem verpflichteten sie den Dänen Marcus Ingvartsen vom RSC Genk für 1,7 Millionen Euro. Der frühere BVB-Star Neven Subotic sowie der frühere Stuttgart-Spieler Christian Gentner wechselten ablösefrei nach Köpenick.

Der Saisonstart

Zum Saisonauftakt gab’s eine Bauchlandung: eine 0:4-Pleite zu Hause gegen Leipzig. Doch nach dem Fehlstart berappelten sich die „Eisernen“, in Augsburg holten sie ein 1:1, und am dritten Spieltag bezwangen sie vor heimischem Publikum den Meisterschaftskandidaten Borussia Dortmund mit 3:1. In der Tabelle rangiert Union damit auf Rang elf – zwei Plätze vor den Bremern, die bei einem Sieg zweimal verloren.

Ein direktes Duell

Ein Punktspiel gab es zwischen Werder und Union natürlich bislang nicht. Doch einmal trafen sich die Clubs bereits im DFB-Pokal: In der ersten Runde der Saison 2009/2010 besiegten die Bremer den damaligen Zweitliga-Neuling mit 5:0. Damals im Werder-Kader: Tim Wiese, Per Mertesacker und Mesut Özil. Die Tore erzielten Boubacar Sanogo (2), Naldo und Marcelo Moreno (2).

So läuft’s bei Werder

Der Saisonstart verlief alles andere als geplant für die Bremer, die sich die Europapokalplätze auf die Fahne geschrieben hatten. Nach zwei Niederlagen gegen Düsseldorf und Hoffenheim gab’s immerhin den ersten Dreier gegen Augsburg. Will Werder nicht weiter in Richtung Tabellenkeller abrutschen, sollte in Berlin ein Sieg her – danach warten nämlich zwei schwere Duelle gegen Leipzig und in Dortmund.

Leicht wird’s nicht: Ein Muskelfaserriss bei Kapitän Niklas Moisander verschärft die Verletztenmisere weiter. Der ehemalige finnische Nationalspieler ist der neunte Ausfall. Daneben fehlen in Ludwig Augustinsson, Sebastian Langkamp, Milos Veljkovic und Ömer Toprak weitere wichtige Abwehrspieler. „Das ist keine normale Situation mehr, es ist schon ein Stück weit verhext“, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt. Der Coach wird gegen Union entweder von einer Viererkette auf eine Dreierkette umstellen oder Moisander durch Christian Groß aus der Regionalliga-Mannschaft ersetzen.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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