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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Duell der Ex-Oldenburger in Bundesliga

13.02.2020

Berlin Alexander Nouri ist es ja schon gewöhnt, aus dem zweiten Glied in die erste Reihe zu rücken. Im September 2016 war es, als Werder Bremen sich von Viktor Skripnik als Chefcoach trennte und den vorherigen Trainer der Bremer Reserve erst zum Interims- und dann zum Chefcoach beförderte. Plötzlich im Rampenlicht – das galt für Nouri in Bremen, das gilt für Nouri jetzt noch viel mehr in Berlin.

Denn nach dem überraschenden wie unrühmlichen Abgang von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC sind alle Kameras auf den 40-Jährigen gerichtet. Nouri wird an diesem Samstag (15.30 Uhr) zusammen mit seinem Assistenten Markus Feldhoff (beide arbeiteten bereits in Bremen zusammen) erstmals als Berliner Chefcoach an der Seitenlinie stehen. Wie lange er das darf und ob er ernsthaft eine Chance hat, sich längerfristig zu beweisen, ist bei dem seit Dienstag im Chaos befindlichen Hauptstadtclub offen.

Kai Prögers Laufbahn im Überblick

Kai Pröger (27) wurde in Wilhelmshaven geboren und in der Jugend des Heidmühler FC (Friesland) ausgebildet. 2012 wechselte er zum VfB Oldenburg, wo er bis 2014 kickte. Danach zog es ihn zu Mainz 05 II, BFC Dynamo und RW Essen. Im Januar 2019 wechselte der schnelle Rechtsfuß von dem Viertligisten zum Zweitligisten SC Paderborn, bei dem er einen riesigen Karrieresprung hinlegte und mit dem er ein halbes Jahr später den Aufstieg in Liga eins feierte. In dieser Saison ist Pröger Stammspieler, kommt auf 19 Einsätze, zwei Tore und starke sechs Vorlagen.

Wie es der Zufall so will, wartet aus Oldenburger Sicht auf Nouri gleich ein ganz besonderes Wiedersehen bei seinem Debüt als Cheftrainer. Im Abstiegskampf-Duell beim Tabellenschlusslicht SC Paderborn trifft der 40-Jährige auf einen seiner früheren Spieler beim VfB Oldenburg, wo der Trainer von 2013 bis 2014 seine erste Station als Coach erlebte. Kai Pröger war damals in der vierten Liga einer der absoluten Leistungsträger der Oldenburger – und erlebte in den vergangenen Jahren einen ähnlichen Karrieresprung wie sein ehemaliger Coach.

„Wir hatten schon eine richtig geile Truppe in Oldenburg. Da waren viele talentierte Spieler, auch von der Mannschaft hat das super gepasst“, erzählte Pröger im Mai des vergangenen Jahres im NWZ-Interview. Es gebe noch heute eine WhatsApp-Gruppe mit Spielern und Trainern, in der sicherlich auch Nouri ist – ob es schon Nachrichten zwischen den beiden seit dem turbulenten Dienstags-Geschehen in Berlin gab, dürfte allerdings fraglich sein.

Sicher ist nur: Pröger und Nouri werden sich vor dem Anpfiff herzlich in den Arm nehmen, dann aber alle Nettigkeiten beiseiteschieben. Der Flügelflitzer der Paderborner hat mit seiner Mannschaft zuletzt ansteigende Form bewiesen, auch wenn das Team mit 16 Punkten nach wie vor Letzter ist. Resultate wie das 3:3 in Dortmund, das 1:0 in Bremen, das 2:1 gegen Frankfurt, das 2:0 in Freiburg und zuletzt das 1:1 auf Schalke zeigen, dass die Ostwestfalen in Liga eins angekommen sind und Chancen auf den Klassenverbleib haben. Pröger ist dabei auf der rechten Seite gesetzt und gehört zu den Leistungsträgern.

Alexander Nouris Laufbahn im Überblick

Alexander Nouri (40) wurde in Buxtehude geboren. In der Jugend von Werder Bremen ausgebildet spielte er als Aktiver unter anderem beim VfB Oldenburg und VfL Osnabrück. Von April 2013 bis Juni 2014 war der VfB Nouris erste Trainerstelle. Danach war er zunächst Co-Trainer und dann Chefcoach von Werders Zweiter, ehe er im September 2016 zum Erstligatrainer befördert wurde. 40 Spiele absolvierte Nouri dort, ehe er wegen Erfolglosigkeit gehen musste. Nach einer glücklosen Station beim Zweitligisten FC Ingolstadt heuerte er im November 2019 als „Co“ bei Hertha BSC an.

Die Berliner hingegen kriseln nicht nur strukturell sondern auch sportlich, haben nur 23 Punkte auf dem Konto und direkten Kontakt zur Abstiegszone. Nouri, der von Klinsmann nach Berlin geholt wurde, muss in diesen Tagen erst einmal dafür sorgen, dass sich die Unruhe im Verein nicht zu sehr auf die Spieler überträgt. Gelingt dem früheren Oldenburger dies, könnte er noch länger im Berliner Rampenlicht stehen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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