• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

2. Fußball-Bundesliga: Wer steht bei Werder überhaupt noch auf dem Platz?

14.08.2021

Bremen Den Auftakt machte Kebba Badjie, zugegebenermaßen ein Mann aus der zweiten Reihe. Werder Bremen lieh den 21-jährigen Stürmer zum Halleschen FC aus, damit er in der 3. Liga Spielpraxis sammelt. So weit, so gut. Was in der durch den DFB-Pokal bedingten Zweitliga-Pause folgte, war dann aber ein personeller Aderlass, der seinesgleichen sucht. Johannes Eggestein, Yuya Osako, Joshua Sargent, Stefanos Kapino, Ludwig Augustinsson – sie alle haben dem finanziell angeschlagenen Bundesliga-Absteiger, der notgedrungen einen knallharten Konsolidierungskurs fahren muss, den Rücken gekehrt. Und so stellt sich manchem Fan an diesem Sonntag (13.30 Uhr) im mit bis zu 21.000 Zuschauern besetzten Weserstadion wohl die Frage: Wer ist denn überhaupt noch da, der auf dem Rasen stehen kann?

Schwede schon weg

Der Wechsel des schwedischen Nationalspielers Ludwig Augustinsson (27) von Werder zum FC Sevilla steht bevor. Der Bundesliga-Absteiger habe sich nach Club-Angaben vom Freitag mit dem neuen Verein des EM-Fahrers „grundsätzlich auf einen Transfer geeinigt“. Er sei vom Trainingsbetrieb freigestellt worden und kein Thema mehr für das Zweitliga-Heimspiel gegen den SC Paderborn. Werder kassiert eine Ablösesumme von rund 5,5 Millionen Euro vom spanischen Champions-League-Teilnehmer.

Trainer unzufrieden

„Wir brauchen Spieler. Das ist nun mal so. Ich bin nicht glücklich damit. Wir haben alle gehofft, dass es schneller geht. Absehen konnte das keiner“, sagte ein unzufriedener Trainer Markus Anfang am Freitag. Sportchef Frank Baumann hatte „15 bis 20 Transfers“ angekündigt, die es bei Werder noch geben würde. Weil dieses bisher nur Abgänge sind, wächst der Unmut bei den Fans. „Wir sind nicht glücklich damit, wie der Kader aussieht“, meinte nun Anfang.

Kaderchef wehrt sich

Clemens Fritz, der als Leiter Profifußball und Scouting zusammen mit Sportchef Baumann für die Kaderplanung verantwortlich ist, wehrte sich am Freitag gegen die Ungeduld im Umfeld. Trotz der vielen Verkäufe und Millioneneinnahmen „haben wir unsere wirtschaftlichen Ziele noch nicht erreicht“, betonte der frühere Nationalspieler und machte damit abermals deutlich, wie schwer die finanzielle Krise beim Traditionsverein wiegt. Immerhin hat Werder durch die Verkäufe von Sargent und Milot Rashica (beide für etwa elf Millionen Euro zu Norwich City) mehr als 20 Millionen Euro eingenommen, auch der Transfer Augustinssons bringt mehr als fünf Millionen Euro. „Wir mussten erst verkaufen und dann kaufen. Aber wir wussten nicht, wann der Markt anspringt. Wir haben zwar viel vorbereitet, aber Abschlüsse sind dann was anderes“, sagte Fritz.

Keine Abschlüsse

Genau an diesen Abschlüssen fehlt es. Marvin Ducksch (27) von Hannover 96 stand auf Werders Wunschzettel, doch der Ligarivale lehnte einen Verkauf strikt ab. Frederik Aursnes (25) sollte von Molde FK verpflichtet werden, doch der Norweger entschied sich für Feyenoord Rotterdam. Und weil jedes Gerücht bisher im Sande verlief, stehen die Bremer vor allem im Angriff aktuell nahezu ohne Alternativen da. Niclas Füllkrug (28) dürfte trotz seiner Formkrise vorne gesetzt sein. Eren Dinkci (19) könnte vorne rechts spielen, Romano Schmid (21) oder Felix Agu (21) vorne links. Agu ist eigentlich ein Außenverteidiger, was Werders ganzes Dilemma offenbart. Leonardo Bittencourt (27) fällt noch auf unbestimmte Zeit aus, weswegen die gänzlich unerfahrenen Abdenego Nankishi (19) und Oscar Schönfelder (20) die einzigen Sturmalternativen sind.

Oldenburger Gegner

Beim SC Paderborn betreten indes zwei frühere Spieler des VfB Oldenburg das Weserstadion. Kai Pröger (29) stand bisher in beiden Ligaspielen sowie im Pokal in der Startelf und dürfte gesetzt sein. Nach einer schwierigen Saison ist der schnelle Offensivmann auf dem Weg zu alter Stärke. Pascal Steinwender (25), zuletzt an den VfB Lübeck verliehen, hat sein Glück in Ostwestfalen noch nicht gefunden, er kommt nicht über die Reservistenrolle hinaus. Es ist gut möglich, dass sich der Außenstürmer bis zum Ende des Transferfensters am 31. August einen neuen Verein sucht.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2033
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.