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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werder dominiert – und stürmt auf Platz zwei

26.09.2018

Bremen Teils mitreißenden Fußball gespielt, Tabellenplatz zwei erobert und einen Trainer-Rekord aufgestellt: Besser hätte der Dienstagabend für Werder Bremen kaum laufen können.

Der Bundesligist zeigte dem bisherigen Überraschungsteam Hertha BSC vor 39 100 begeisterten Fans im Weserstadion die Grenzen auf und setzte sich durch einen 3:1 (2:0)-Sieg vorerst in der Spitzengruppe der Liga fest. Überdies war es für Coach Florian Kohfeldt seit seiner Amtsübernahme das 15. unbesiegte Liga-Heimspiel, damit überholte der 35-Jährige Clublegende Otto Rehhagel und stellte einen Vereinsrekord auf.

Martin Harnik (11. Minute), Milos Veljkovic (45.) und Max Kruse (66., Foulelfmeter) trafen für überlegene Bremer, die ihre beste Saisonleistung zeigten. Javairo Dilrosun verkürzte zwischenzeitlich für die Berliner (53.). „Es gab hier viele Spiele gegen den Abstieg, deshalb haben wir uns auf das nominelle Spitzenspiel gefreut. Heute hat die ganze Bundesliga auf uns geguckt. Und wir haben eindrucksvoll bewiesen, dass mit uns zu rechnen ist“, meinte Kruse.

Statistik

Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson - Sahin (60. Bargfrede) - M. Eggestein, Klaassen - Harnik (74. Kainz), Osako - Kruse (89. J. Eggestein). Hertha BSC: Jarstein (46. Kraft) - Lazaro, Stark, Rekik, Plattenhardt - Lustenberger, Maier - Palko Dardai (64.Selke), Duda (78. Kalou), Dilrosun - Ibisevic. Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken). Tore: 1:0 Harnik (11.), 2:0 Veljkovic (45.), 2:1 Dilrosun (53.), 3:1 Kruse (66., Foulelfmeter). Zuschauer: 39 100.

Kohfeldt setzte erstmals in seiner Anfangsformation auf Zugang Nuri Sahin im defensiven zentralen Mittelfeld, Philipp Bargfrede bekam wohl auch aufgrund der Belastung in der Englischen Woche zunächst eine Verschnaufpause. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Debüt. Ich konnte in der ersten Halbzeit den Rhythmus mitbestimmen. Ich brauche aber noch zwei, drei Spiele bis ich 90 Minuten gehen kann“, meinte Sahin, der nach einer Stunde ausgewechselt wurde. Eine Überraschung gab es bei den so stark gestarteten Berlinern: Trainer Pal Dardai (42) stellte zum ersten Mal in der Liga seinen 19-jährigen Sohn Palko von Beginn an auf.

Werder war das neue Selbstvertrauen deutlich anzumerken. Harnik (5.) und Maximilian Eggestein (6.) gaben gleich die ersten Warnschüsse ab. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Sahin war der Ausgangspunkt zum 1:0, Niklas Moisander köpfte den Ball vors Tor und nach einem Gestochere netzte Harnik per Hacke ein – sein erster Bundesligatreffer seit der Rückkehr nach Bremen. Auch fortan stellte Werder das bessere Team, hatte mehr Ballbesitz und zeigte immer wieder gelungene Spielzüge.

Dass es bei den Bremern derzeit läuft, zeigte auch die Sequenz kurz vor der Pause. Hertha hatte seine gefährlichste Phase, hätte durchaus ausgleichen können. Den Wirkungstreffer aber setzte der SV Werder: Ecke Sahin, Kopfball Veljkovic – mit dem Pausenpfiff hieß es 2:0.

Nach dem Wechsel mussten die Bremer dann aber 15 zittrige Minuten durchstehen. Dilrosun traf aus spitzem Winkel zum 1:2, Werder-Torwart Jiri Pavlenka sah unglücklich aus.

Werder schien sich eine Auszeit zu nehmen, dann aber kam Herthas Marvin Plattenhardt im Zweikampf mit Theodor Gebre Selassie zu spät und foulte elfmeterreif. Kurios: Hertha bekam damit in allen fünf Ligaspielen dieser Saison einen Elfmeter gegen sich gepfiffen – Bundesliga-Rekord. Kruse war es egal, der Kapitän schob eiskalt zum 3:1 und der Vorentscheidung ein.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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