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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werder stellt Vernunft über Risiko

18.10.2019

Bremen Die ersten Wochen der Saison haben Spuren hinterlassen. Zwar ist die härteste Phase in der Verletztenmisere bei Werder Bremen vorbei, doch die Hiobsbotschaften der vergangenen Wochen und Monate haben sich in die Köpfe der Entscheider des Fußball-Bundesligisten eingebrannt. Und so haben Ömer Toprak, Kapitän Niklas Moisander und Yuya Osako in dieser Woche zwar alle mit der Mannschaft trainiert, in den Kader werden sie für das Heimspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen Hertha BSC aber nicht berufen.

„Im Sinne der Strategie, die wir in den letzten Monaten gefahren haben, gehen wir kein Risiko ein“, begründete Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag, warum die drei Bremer geschont werden. Werder stellt gezielt die Vernunft über das Risiko – in dem Wissen, dass die Saison noch lang ist. „Wir haben doch erst den achten Spieltag. Es gibt noch so viele Spiele. Es wird sich nichts entscheiden“, betonte Kohfeldt.

Mehr Optionen

In der Länderspielpause hatten die Bremer noch berechtigte Hoffnungen, dass Toprak (Muskelverletzung), Moisander (Muskelfaserriss) und Osako (Oberschenkelverletzung) im Duell mit dem Tabellennachbarn wieder mitwirken könnten. Dennoch sei er „nicht enttäuscht“, erklärte Kohfeldt.

Wohl auch, weil er nach den beiden 2:2-Remis in Dortmund und Frankfurt sowie der anschließenden zweiwöchigen Länderspielpause insgesamt wieder mehr Optionen in seinem Kader hat. Das zeigt sich insbesondere im defensiven zentralen Mittelfeld, wo der Coach plötzlich sogar eine Art Luxusproblem hat. Schenkt er Nuri Sahin, der bisher eine starke Saison gespielt hat, oder Philipp Bargfrede, der nach seiner langwierigen Knieverletzung auf dem Weg zu alter Stärke ist, das Vertrauen?

„Beide sind sehr gute Bundesligaspieler mit einer enormen Erfahrung“, gab sich Kohfeldt salomonisch. Er habe sich bewusst noch nicht entschieden, wen er am Samstag von Beginn an bringen werde, betonte Kohfeldt, und fügte mit einem Lächeln in Richtung der Journalisten hinzu: „Ich will euch ja auch nicht anlügen.“ Beide spielen zwar auf der gleichen Position, sind aber unterschiedliche Spielertypen. Sahin „spielt den tieferen Pass, hat mehr Ballkontakte und kann auch mal ein Tor direkt vorlegen“, analysierte Kohfeldt. Bargfrede „gewinnt den einen oder anderen Ball mehr. Er ist sicher auch ein Kandidat für die Startelf.“ Beide zusammenzubringen, „ist auch eine gute Idee“.

Auch wenn Kohfeldt indes zweimal ausdrückte, dass am Samstag noch nichts entschieden werde, hat die Partie gegen die Berliner für Werder schon eine gewisse Bedeutung. Beide Teams gehören nicht zu den besten sechs, sieben Mannschaften der Liga. Beide Vereine haben aber offensiv betont, dass sie sich gern für den Europapokal finanziell qualifizieren würden – und die Hertha hat nach zuletzt drei Siegen in Serie mit nun zehn Punkten als Zehnter die Bremer mit acht Zählern und Platz elf überflügelt.

„Mannschaft der Stunde“

„Sie sind die Mannschaft der Stunde“, sagte Kohfeldt über den Hauptstadtclub. Insgesamt sei Hertha eine Mannschaft mit einem guten Spirit, aber: „Wir spielen zuhause mit der Unterstützung der Fans. Ich bin optimistisch.“

Um nach nur zwei Punkten aus den vergangenen drei Partien einen Schritt nach vorn zu machen, müsse Werder mehr „Konstanz“ an den Tag leben. „Gegen Frankfurt ist unser Spiel nach den ersten 30 Minuten weggebrochen. Wir müssen unsere Leistung über 90 Minuten konstant abrufen und nicht nur in einzelnen Situation“, sagte Kohfeldt.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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