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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Bremen Gegen Frankfurt: Spielverlegung verärgert Werder

29.02.2020

Bremen Als er um 14.15 Uhr zu einer kurzfristig einberufenen Presserunde erschien, saß bei Frank Baumann der Ärger noch tief. „Wir hätten mit einem Heimspiel in eine sehr entscheidende Woche starten können. Dieser Vorteil wurde uns genommen“, sagte der Sportchef von Werder Bremen in aller Deutlichkeit. Er meinte damit die Spielverlegung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL), die etwa 90 Minuten zuvor entschieden hatte, dass das für Sonntag um 18 Uhr angesetzte Heimspiel der Bremer in der Fußball-Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt auf einen noch unbestimmten Zeitpunkt verschoben wird.

„Es wird mit der Wettbewerbsintegrität argumentiert. Aus meiner Sicht ist jetzt ein Wettbewerbsnachteil der einen Mannschaft zum Nachteil einer anderen geworden“, moserte Baumann über den Beschluss, durch den seine Mannschaft im Abstiegskampf an diesem Wochenende nicht punkten und erst am 7. März bei Hertha BSC wieder eingreifen kann.

DFL erklärt Beschluss

Weil die Europa-League-Partie der Eintracht in Salzburg wegen einer Orkanwarnung von Donnerstag- auf Freitagabend verschoben worden war, hatten die Hessen darauf gepocht, die Regenerationszeit bis Sonntagabend sei zu gering. „Damit bekräftigt die DFL ihre Linie, Bundesliga-Clubs nach Einsätzen in der Europa League möglichst mindestens zwei volle Tage Regenerationszeit vor dem darauffolgenden Bundesliga-Spiel einzuräumen und damit auch die Integrität des eigenen Wettbewerbs zu schützen“, begründete die Liga ihre Entscheidung.

„Wenn man keinen besseren Ausweichtermin festlegen kann, ist es aus meiner Sicht besser, den ursprünglichen Termin beizubehalten“, haderte Baumann damit, dass nun sein Team darauf warten müsse, wie weit die Frankfurter im Europapokal kommen. Die Suche nach einem neuen Termin gestaltet sich nämlich derart schwierig, dass wohl erst nach einem Eintracht-Aus entschieden werden kann. „Das ist die einzig richtige Entscheidung im Sinne eines fairen und sauberen Wettbewerbs. Auch der Montag wäre nicht die richtige Lösung gewesen“, sagte derweil Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic.

Weil beide Mannschaften am Mittwoch (20.45 Uhr) im Viertelfinale des DFB-Pokals in Frankfurt bereits aufeinandertreffen, war eine Verlegung auf Montag laut DFL nicht möglich. „Angesichts der Termin-Enge im Rahmenterminkalender ist der späteste mögliche Nachholtermin für die Begegnung die Kalenderwoche 20 zwischen den Bundesliga-Spieltagen 33 und 34“, teilte die DFL mit. Aus Bremer Sicht würde man dann bis zum Saisonende einen Spieltag und mögliche drei Punkte hinterherhinken. „Ich denke, dass sich jeder denken kann, dass das nicht optimal ist, in dieser entscheidenden Saisonphase eine Englische Woche einzubauen“, motzte Baumann.

„Wir haben deutlich gemacht, dass wir gegen eine Verlegung sind, aber wir hatten keine Möglichkeit, ein Veto einzulegen. Die DFL ist für den Spielplan verantwortlich und hat das letzte Wort“, sagte der Sportchef. Werder hätte eine Verlegung auf Sonntag, 20.30 Uhr, vorgeschlagen, sodass die Eintracht zumindest 48 Stunden Regenerationszeit gehabt hätte.

Unverständnis bei Fans

Viele Werder-Fans zeigen vor allem deshalb Unverständnis, weil ihr Team vor zwölf Jahren in einer ähnlichen Situation ranmusste. Am 21. Februar 2008 gewann Bremen im Sechzehntelfinal-Rückspiel des Uefa-Pokals (heute Europa League) mit 1:o beim SC Braga – die Partie in Portugal war erst um 22.30 Uhr angepfiffen und nach Mitternacht beendet worden. Ganze 39 Stunden lagen zwischen dem Abpfiff in Braga und dem Anpfiff der darauffolgenden Bundesliga-Partie bei – ausgerechnet – Eintracht Frankfurt, die samstags um 15.30 Uhr angesetzt gewesen war. Werder verlor mit 0:1, wollte die Belastung aber später nicht als Ausrede gelten lassen. „Wir werden nicht jammern“, betonte der frühere Manager Klaus Allofs.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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