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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werder geht Hand in Hand durch tiefes Tal

28.01.2020

Bremen Es vergeht scheinbar kaum noch ein Tag, an dem man sich bei Werder Bremen nicht um das Personal sorgen muss. Am Montag, keine 24 Stunden nach dem ernüchternden 0:3 gegen 1899 Hoffenheim, waren es Sebastian Langkamp und Benjamin Goller, die sich verletzten. Beide konnten das Training des Fußball-Bundeslisten mit Knieproblemen nicht beenden. Und auch wenn Werder später vorsichtig Entwarnung gab und mit beiden Profis für die Partie am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg plant, kam wieder dieses Gefühl hoch, das sich durch die ganze Saison zieht: Es ist der Wurm drin bei den Bremern!

Kein Vergnügen

„Es ist nicht vergnügungssteuerpflichtig, was wir gerade machen, aber wir werden es trotzdem machen“, konstatierte Trainer Florian Kohfeldt am Sonntagabend im Weserstadion. Er hatte gesehen, dass sich sein Team bemüht hatte, „ich würde nicht sagen, dass wir uns nicht gewehrt haben“, betonte der Coach des schwächsten Heimteams der Liga. Er hatte aber auch gesehen, wie fehlerhaft seine Defensive und wie harmlos seine Offensive erneut agierte.

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Obwohl Werder die schlechteste Defensive der Liga stellt (44 Gegentore), gibt aktuell vor allem der Angriff Rätsel auf. 0:1 gegen Paderborn, 0:5 gegen Mainz, 0:3 gegen Hoffenheim – in den vergangenen drei Heimpartien hat Werder kein Tor erzielt. „Im letzten Drittel treffen wir viele falsche Entscheidungen, das Spiel dort war schlecht“, kritisierte Kohfeldt deutlich. Wenn seine Spieler schießen müssten, würden sie passen. Wenn sie flanken müssten, würden sie noch einen Haken schlagen. Kohfeldt sagt: „Die Strafraumbesetzung ist nicht so, wie ich mir das vorstelle. Wir sind zu wenig im Strafraum.“

Damit erhöhte der Coach etwas den Druck auf Sportchef Frank Baumann, wenngleich er niemals öffentlich einen Transfer fordern würde. Zu eingespielt ist das Bremer Führungsduo, zu loyal untereinander, zu einig darin, nach außen Ruhe bewahren zu wollen. Baumann stärkt Kohfeldt bei jeder Gelegenheit den Rücken, Kohfeldt wiederum zeigt stets Verständnis für den Sportchef ob der begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Vereins. Beide gehen weiter Hand in Hand durch das tiefe Tal, das Werder durchläuft – und lassen so auch keine Trainerdiskussion zu.

Bis Freitag bleibt Baumann indes noch Zeit, einen neuen Spieler zu verpflichten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei eindeutig auf der Offensive. Ob aber überhaupt noch ein dringend benötigter Stürmer kommt, ist nach wie vor offen. „An der grundsätzlichen Situation hat sich durch das Spiel nichts verändert. Es hat keinen Einfluss auf die Kaderplanung“, reagierte der Ex-Profi erstaunlich gelassen auf das neuerliche Heim-Debakel.

Frustrierende Realität

Baumann hatte zuletzt gebetsmühlenartig betont, dass er versuche, noch einen Angreifer nach Bremen zu holen, dass aber alles passen müsse – sowohl menschlich als auch finanziell. „Auch wenn wir es uns anders wünschen: Wir müssen der Realität ins Auge blicken, es ist eine finanzielle Frage“, gab sich Kohfeldt am Sonntag skeptisch bezüglich eines Zugangs bis zum Ende des Winter-Transferfensters. „Jetzt nur etwas zu machen, um etwas zu machen, wäre auch in dieser Situation das Dämlichste, was wir machen könnten. Wir haben trotzdem die Qualität, um die Klasse zu halten“, sagte der Trainer.

Ohne einen neuen Stürmer oder kreativen, offensiven Mittelfeldspieler (da sind sich Fans und Umfeld inzwischen einig), wird es aber verdammt eng in dieser Saison für Werder. Auf die Verletzung von Niclas Füllkrug (Kreuzbandriss) hat der Verein bis heute nicht reagiert. Yuya Osako spielt weit hinter den Erwartungen, Josh Sargent kann die Aufgabe als zentrale Spitze noch nicht ausfüllen. Johannes Eggestein spielt fast überhaupt keine Rolle mehr. Claudio Pizarro hat in seinen wenigen Einsatzminuten weiter noch kein Saisontor erzielt.

Das alles spricht nicht gerade für Werder – und dann kommen da ja noch die täglichen Personalsorgen hinzu.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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