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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Das will Nuri Sahin mit Werder verändern

15.08.2019

Bremen Nuri Sahin lässt nicht den geringsten Zweifel aufkommen. „Ich bin absolut überzeugt von dieser Mannschaft, ich bin absolut überzeugt vom Trainer und ich bin absolut überzeugt vom Willen der Jungs. Wir werden eine ordentliche Rolle spielen. Wir sollten zwar Demut zeigen – aber wir werden in jedes Spiel mit der Einstellung hineingehen, es zu gewinnen“, erklärte der Mittelfeldspieler von Werder Bremen.

Sahin sagte diese Sätze allerdings gegenüber einem Internet-Portal im Märkischen Kreis und er redete auch nicht vom SV Werder. Der gebürtige Lüdenscheider sprach über den Aufstieg des RSV Meinerzhagen in die fünftklassige Oberliga Westfalen. Im Verein aus dem Sauerland hatte Sahin von 1994 bis 2001 in der Jugend das kleine Fußball-ABC erlernt, seit 2015 unterstützt er ihn mit Spenden. Mit Erfolg – seit 2017 konnten die Blau-Weißen von der Bezirksliga aus jeden Sommer einen Aufstieg feiern.

Aufsteigen kann Sahin mit Werder nicht, in Deutschlands höchster Liga aber wäre die anvisierte Qualifikation für die Europa League wohl noch höher zu bewerten. Vergangene Saison schnupperten die Bremer bis zum Schluss an ihr, doch warnt Sahin vor falschen Schlüssen daraus. „Im Vorjahr waren viele Vereine in einer Findungsphase. Jetzt sind etliche neue Trainer da. Wenn ich höre, was die erzählen und sehe, welche Transfers ihre Vereine getätigt haben... Für uns wird es deutlich schwerer werden“, meint Sahin.

Zumal Werders bedeutendster Transfer ein Abgang ist. „Max Kruse war der Fixpunkt. Mit dem Wechsel zu Fenerbahce Istanbul hat sich in unserem Spiel vieles verändert, auch für mich. Mein erster Blick für einen Pass ging immer zu Max, weil von ihm das Spiel ausgegangen ist. Wir haben für ihn Raum geschaffen, damit er Platz hat. Jetzt müssen wir für uns Räume schaffen“, meint Sahin und ergänzt: „Allerdings kann ich nun in die Tiefe spielen. Diese Pässe wären zuvor ins Leere gegangen, weil da keiner war.“

Werders Offensivspiel wird sich verändern. Es muss variabler werden und mit anderen Optionen versuchen, neben Kruses Kreativität auch dessen elf Treffer sowie elf Tor-Vorlagen zu kompensieren. Eine alte Weisheit jedoch sagt, dass die Offensive lediglich Spiele gewinnt. Den Titel – in Werders Fall das Ticket für die Europa League – gewinnt die Defensive. In der ist Nuri Sahin eine zentrale Figur. Umso mehr waren dem 30-Jährigen die Einheiten im Trainingslager von Grassau wichtig.

Im Chiemgau hatte Trainer Florian Kohfeldt verstärkt die Konterabsicherung auf die Agenda gestellt. „Wir haben in der vergangenen Saison zu viele Gegentore nach Kontern hinnehmen müssen. Die haben uns einige Punkte gekostet. Das 2:6 gegen Leverkusen zum Beispiel war ja nicht wirklich ein 2:6. Hätten wir da bei den Kontern besser gestanden, hätten wir wohl gewonnen. Allein mit diesen möglichen drei Zählern wären wir jetzt in der Europa League“, sagt Sahin.

Gegen den Ball sieht der 52-malige türkische Nationalspieler die Grün-Weißen nach der Vorbereitung nun verbessert, auch wenn der Treffer von Atlas Delmenhorst im DFB-Pokal just einem Konter entsprang. Auch darüber wird sich Sahin sicher mit Kohfeldt unterhalten haben. Die beiden kommunizieren sehr viel miteinander und begegnen sich dabei stets auf Augenhöhe. „Wir sind ehrlich zueinander, unser Verhältnis hält Diskussionen aus“, meint Sahin.

Schließlich beginnt der Mittelfeldspieler so langsam auch schon wie ein Trainer zu denken. „Diesen Weg möchte ich später durchaus einschlagen und da gefallen mir die Ansätze sowie die Ideen von Florian Kohfeldt. Was ich aber ganz besonders an ihm schätze, ist sein Umgang mit dem Kader. Er sieht erst den Menschen, dann den Spieler. Das ist eine Eigenschaft, die man nur schwer erlernen kann“, sagt Sahin. Als ehemaliger Schwarz-Gelber wird er sie bei den Blau-Weißen des RSV Meinerzhagen durchaus brauchen.

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