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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werder sucht verzweifelt nach Erklärungen

20.09.2019

Bremen Jetzt auch noch Yuya Osako. Vier bis sechs Wochen soll der Japaner fehlen, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag. Er ist damit der neunte Ausfall für Werders fünftes Saisonspiel in der Fußball-Bundesliga an diesem Samstag (18.30 Uhr) gegen RB Leipzig. Da kommt so manchem Bremer Fan schon Andreas Brehmes legendärer Satz „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“, in den Sinn. Und nicht wenige dürften sich langsam fragen: Ist das noch Zufall – oder gibt es eine Erklärung, eine Ursache dafür?

Auch Werder stellt sich diese Frage bereits. Zahlreiche Verletzungen bremsen zahlreiche Bremer Spieler – darunter auch einige Stammspieler. Neben einigen Knie-Operationen (Ludwig Augustinsson, Kevin Möhwald, Fin Bartels) sowie einem Zehenbruch (Milos Veljkovic) sind viele Verletzungen muskulärer Natur: Ömer Toprak, Sebastian Langkamp, Milot Rashica, Niklas Moisander – und nun auch Osako. Der Japaner, mit bislang drei Treffern Werders bester Torschütze, zog sich am Mittwoch im Training „bei einer relativ simplen Drehung“ eine Muskelverletzung am hinteren Oberschenkel zu, teilte Werder am Donnerstag mit.

Nicht erst jetzt sucht Werder deshalb nach möglichen Gründen. Das medizinische Team überwacht jede Trainingseinheit, jede Belastung wird festgehalten und dokumentiert. „Wir haben sogar eingeführt, dass bei jeder Einheit ein Physiotherapeut dabei ist, um auffällige Bewegungsmuster zu erkennen“, erklärte Kohfeldt. So könne sofort erkannt werden, wenn ein Spieler sich aufgrund zu hoher Belastung auffällig bewegt. Doch bislang sei nichts aufgefallen: „Wir suchen selbstverständlich nach Gründen. Wir arbeiten sehr selbstkritisch daran, aber müssen auch hier wieder sagen, dass sich kein Muster erkennen lässt“, erklärte Kohfeldt.

Auch externe Mediziner sind in die Betreuung involviert und schauen sich die Daten an. „Wir haben mehrere medizinische Runden in der Woche, besprechen den gesundheitlichen Zustand jedes einzelnen Spielers, konsultieren externe Experten“, betont Kohfeldt – doch auch das blieb in der Aufarbeitung der Verletzungsmisere bislang erfolglos: „Es ist kein erklärbares Muster zu finden und ich stelle mich komplett vor alle meine Mitarbeiter hier.“

Werder muss wohl einsehen, dass man sich in einem so hochprofessionellen Sport wie Fußball – in dem man eben so an der Belastungsgrenze wandeln muss, wenn man in der Bundesliga mithalten möchte – manchmal nicht gegen das Verletzungspech wappnen kann.

Und auch wenn Sportchef Frank Baumann eine solche Misere laut eigener Aussage „in dieser Dimension noch nicht erlebt hat“ – ganz neu ist das Phänomen nicht. In Erinnerung sind bei einigen Fußballfans sicher noch die zahlreichen Ausfälle bei Borussia Dortmund in der Saison 2013/14 – nach dem Champions-League-Finale. Immerhin wurde der BVB in der Saison noch Vizemeister.

Und nicht nur das macht ein bisschen Hoffnung: Auch wenn Osako die Ausfallliste nun verlängert, verkürzen andere sie womöglich wieder. So werden Rashica und der lange verletzte Philipp Bargfrede (Knie) in den Kader zurückkehren – und vielleicht auch Maximilian Eggestein, der nach Rückenproblemen am Donnerstag wieder im Mannschaftstraining mitwirkte.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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