Bremen - Mit einem Sieg im „kleinen Nordderby“, wie Werder-Trainer Florian Kohfeldt es formulierte, könnten die Bremer Bundesliga-Fußballer sich endgültig aller Abstiegssorgen entledigen. Werder ist als Tabellen-12. sechs Spieltage vor dem Saisonende zehn Punkte von einem Relegationsplatz entfernt.

Gegner Hannover muss vor dem Duell in eigener Arena an diesem Freitag (20.30 Uhr) hingegen fürchten, bei einem Abstand von sechs Punkten auf Platz 16, noch in akute Abstiegsgefahr zu geraten.

Trotz Hannovers Negativserie mit fünf Niederlagen nacheinander unterschätzt Kohfeldt, der am Dienstag einen neuen Vertrag bis 2021 unterschrieben hatte, den Aufsteiger nicht. „Das ist eine sehr flexible, konterstarke Mannschaft, die viel Pech hatte in den letzten Wochen“, sagte er. Hannover spiele in „einem schwierigen Umfeld eine stabile Saison“.

Die Bremer können indes wieder auf Mittelfeldspieler Jerome Gondorf zurückgreifen. Nach seiner Blinddarmoperation vor drei Wochen steht der 29-Jährige zur Verfügung. Dagegen muss Kohfeldt wohl auf Aron Johannsson verzichten. Der US-Stürmer hatte sich eine Knöchelverletzung zugezogen und soll gegen 96 geschont werden.

Cheftrainer Kohfeldt muss in jedem Fall seine Abwehr umbauen. Nach seiner fünften Gelben Karte ist Niklas Moisander gesperrt. Ludwig Augustinsson war bereits am Sonntag beim Sieg gegen Eintracht Frankfurt (2:1) wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt worden. Der Schwede könnte wie gegen die Eintracht durch Marco Friedl ersetzt werden. Als Moisander-Vertreter kommen Sebastian Langkamp oder Luca Caldirola in Frage.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Werder indes wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro belegt. In der Bundesliga-Partie gegen den VfL Wolfsburg am 11. Februar war ein Zuschauer auf das Spielfeld gelaufen. Das Match musste für eine Minute unterbrochen werden.

Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion