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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Kunstschuss schürt Bremer Euphorie

03.09.2018

Bremen Das späte Siegtor seines neuen Vereins verfolgte Nuri Sahin bereits im Schlafanzug. Als Werder Bremen am Samstag in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 (1:0)-Erfolg bei Eintracht Frankfurt traf, lag der prominente Zugang von Borussia Dortmund auf dem Bett seines Hotelzimmers.

Zu einem Platz im Kader hatte es nach seinem Last-Minute-Transfer am Freitag noch nicht gereicht. Dafür wurde spätestens am Sonntag bei Sahins Vorstellung in Bremen deutlich, dass Werders selbstbewusste Europacup-Ziele und die Ambitionen eines ehemaligen Spielers von Real Madrid sehr gut zueinander passen. „Ich bin ganz ehrlich: Ich wäre nicht gekommen, wenn das Ziel nur geheißen hätte, gegen den Abstieg zu spielen“, sagte der 29-Jährige: „Der Verein und der Trainer haben hohe Ziele, das finde ich super. Ich habe bisher nur bei Vereinen gespielt, die den Anspruch haben, oben mitzuspielen.“

Werder will zurück nach Europa. Das hatte der frühere Dauergast in der Champions League kurz vor dem Saisonbeginn ganz offiziell verkündet. Und dafür macht sich ein Auswärtssieg beim deutschen Pokalsieger schon einmal ganz gut. „Es ist ein sehr schöner Moment für ihn“, sagte Trainer Florian Kohfeldt über seinen Siegtorschützen Milot Rashica, der in Frankfurt mit der letzten Aktion des Spiels einen Freistoß direkt verwandelte „Milot hat einen wahnsinnigen Schuss. Ich diskutiere immer wieder mit ihm darüber, dass er einfach mal schießen soll, weil den eh keiner hält“, sagte der Trainer.

Dass den Bremern die Erfahrung und Abgeklärtheit eines Nuri Sahin trotzdem noch gut tun kann, war am Samstag bei diesem ersten Saisonsieg ebenfalls zu sehen. Werder spielte nach einer Roten Karte für Jetro Willems (32.) mehr als eine Stunde in Überzahl, ließ sich aber durch den Frankfurter Ausgleich durch Sebastien Haller (54./Foulelfmeter) und die Auswechselung von Torwart Jiri Pavlenka (53./Gehirnerschütterung) viel zu leicht aus dem Konzept bringen.

Ein Spieler wie Sahin kann in solchen Situationen auf dem Platz wieder für Ordnung sorgen. Gleich zum Einstand stellte er jedenfalls sehr selbstbewusst klar, dass er in Bremen nicht bloß eine Kaderlücke im defensiven Mittelfeld zu schließen gedenkt. „Ich sehe mich definitiv nicht als Backup, das sieht der Verein auch nicht so“, sagte er: „Ich habe immer noch Qualitäten, die dieser Mannschaft weiterhelfen können. Und ich will auf dem Platz stehen, das ist doch klar. Ich bin im besten Fußballeralter, ich habe noch einiges in petto.“

Matchwinner Rashica, der schon beim 1:1 gegen Hannover 96 nach seiner Einwechslung frischen Wind ins Bremer Spiel gebracht und das Tor vorbereitet hatte, war „überglücklich. Ich hatte ein gutes Gefühl vor dem Freistoß“, sagte der 22-Jährige, der erst in der 83. Minute auf den Platz gekommen war. „Er ist ein sehr feiner Junge und super beliebt in der gesamten Mannschaft“, lobte Kohfeldt den kosovarischen Nationalspieler, der im Januar für sieben Millionen Euro Ablöse von Vitesse Arnheim an die Weser gewechselt war.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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