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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

„Nordderby hat einigen Spielern gefehlt“

23.02.2018

Bremen Eine Saison ohne Nordderby. Was sich viele Fans von Werder Bremen und dem Hamburger SV nur schwer vorstellen können, könnte Realität werden. Bisher gab es dies erst einmal, nach dem Bremer Abstieg 1980. Benno Möhlmann, damals Fußballprofi bei Werder, erinnert sich: „Einzelnen Spielern, wie zum Beispiel Dieter Burdenski, Karl-Heinz Kamp und Uwe Bracht, die schon länger dabei waren und das Derbygefühl schon eingesogen haben, hat das Derby sicherlich gefehlt, aber dies war kein Thema innerhalb der Mannschaft.“

In erster Linie sei es darum gegangen, sofort wieder in die Bundesliga aufzusteigen, was auch gelang. Mit ein Faktor dafür war sicherlich auch, dass der Kern der Bremer Mannschaft zusammenblieb. Möhlmann wehrt sich jedoch dagegen, die damalige Zeit zu glorifizieren: „Einige Spieler, auch ich, waren grundsätzlich bereit, den Verein zu wechseln, um weiterhin in der Bundesliga zu spielen.“ Werder habe durch die Verkäufe von Jürgen Röber und Karlheinz Geils jedoch den Etat gehabt, um die Spieler weiter bezahlen zu können und somit die Mannschaft zusammenzuhalten. „Wir sind nicht alle nur aus Vereinsliebe geblieben“, sagt der gebürtige Lohner.

Die Derbys in der Bremer Abstiegssaison verliefen unterschiedlich: Im Hinspiel im Weserstadion konnten die Bremer dem damaligen Meister HSV noch ein 1:1 abtrotzen, das Rückspiel im Volksparkstadion war eine klare Sache: Hamburg siegte 5:0. „Das hat schon verdammt weh getan, war aber nicht der Knackpunkt, warum wir abgestiegen sind. Wir waren auswärts insgesamt zu schwach“, stellt Möhlmann, der zuletzt Trainer in Münster war, im Rückblick fest. Parallelen zu heute sind auf Hamburger Seite durchaus erkennbar: Der HSV hat auswärts erst fünf Punkte geholt, das Hinspiel endete ebenfalls unentschieden (0:0). Damals fand das Derby am 26. Spieltag statt, diesmal ist es der 24. Um 18.30 Uhr wird die Partie am Samstag in Bremen angepfiffen.

Möhlmann, der nach einer langen Zeit bei Werder (1978-87) noch zwei Jahre als Spieler (87-89) und später als Trainer beim HSV aktiv war, sieht das Derby als Chance für die Hamburger: „Sie werden sehr motiviert sein und versuchen zu punkten, um die Fans wieder auf ihre Seite zu holen.“

Von der letzten Möglichkeit, das Ruder rumzureißen, will der 63-Jährige jedoch nicht sprechen: „Ich bin zu lange dabei, um eine solche Aussage zu diesem Zeitpunkt zu treffen. Aber ein Erfolg kann der Mannschaft einen Schub geben.“ Als Ursache für die Probleme des HSV vermutet er das nicht optimale Zusammenspiel der Verantwortlichen. Bei Werder dagegen sei der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und des Vereins wieder angewachsen.

Möhlmann hofft, dass beide Vereine drinbleiben: „Ich gönne keinem den Abstieg. Da ich seit 1978 in Bremen wohne und lange dort gespielt habe, habe ich etwas mehr Sympathie für Werder“, sagt Möhlmann, der am Samstag im Stadion sein wird: „Nach dem, was ich in den letzten Wochen gesehen habe, tippe ich auf ein 2:0 für Werder.“

Nils Coordes
Volontär, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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