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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werder kämpft gegen alle Widerstände an

13.05.2019

Bremen Schlimmer hätte es für Werder Bremen kaum kommen können: Philipp Bargfrede, Fin Bartels (beide verletzt) und Davy Klaassen (Gelbsperre) fehlten ohnehin schon, dann fiel Kapitän Max Kruse (Oberschenkel) auch noch kurzfristig aus. Nach 25 Minuten humpelte Theodor Gebre Selassie vom Platz, nach 60 Minuten schlich der magenkranke Milot Rashica entkräftet hinterher.

Sechs Spieler, fünf absolute Leistungsträger, ausgerechnet dann nicht fit, wenn es um alles geht. Und dennoch jubelte der Fußball-Bundesligist von der Weser am Samstag über einen 1:0-Sieg bei der TSG Hoffenheim, über das Siegtor von Johannes Eggestein (39. Minute), über die erhaltene kleine Chance auf den Europokalplatz sieben und über einen Sieg der Mentalität.

„Die Art und Weise, wie wir unsere Ausfälle kompensiert haben, zeigt, dass wir viele andere Spieler haben, die eine enorme Qualität besitzen“, lobte Trainer Florian Kohfeldt jene Jungs, die in die Bresche gesprungen waren.

Die Situation vor dem letzten Spiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den Tabellendritten RB Leipzig ist damit eindeutig. Werder (50 Punkte) muss gewinnen, Hoffenheim (51, in Mainz) und Wolfsburg (52, gegen Augsburg) dürfen zeitgleich keinen Dreier holen. Dann würden die Bremer als Siebter in die Europa-League-Qualifikation einziehen.

„Wir haben ein Finale. Wir wollten dieses Szenario. Wir sind die ganze Saison schon immer dran geblieben und immer wieder aufgestanden. Auf dem Zettel hatten sie uns alle nicht mehr, aber wir sind wieder da“, sagte Kohfeldt. „Wir glauben weiter an unsere Chance“, meinte indes Linksverteidiger Ludwig Augustinsson und Claudio Pizarro kündigte an: „Wir werden alles geben.“ Der 40-jährige Peruaner wurde im Kraichgau zum 150. Mal eingewechselt und stellte damit einen weiteren Bundesliga-Rekord auf.

Nach dem Abpfiff drehte sich aber fast nichts mehr um das Spiel, das Werder gerade gegen alle personellen Widerstände gewonnen hatte. Die Kurzfassung: Die Gäste verteidigten konzentriert und clever, Hoffenheim vergab einige Chancen. Nach einem leichten Fehler in der TSG-Defensive sorgte Johannes Eggestein mit einem Kopfballtor für die Entscheidung.

Die Gedanken kreisten jedoch eigentlich nur noch um das Finale. „Ich gehe davon aus, dass im Weserstadion die Hölle los sein wird“, freute sich Kohfeldt auf die Atmosphäre. „Wir müssen und wollen da sein, wenn die Konkurrenz patzt. Ich bin mir sicher, dass unsere Fans uns noch mal nach vorn peitschen werden“, meinte Sportchef Frank Baumann. „Die Fans machen sicherlich wieder ein riesen Theater“, prognostizierte Kevin Möhwald.

Natürlich sei sein Team nach wie vor der klare Außenseiter, betonte indes Kohfeldt. Er erwarte gleichwohl viel Applaus – egal, ob sich der Traum von Europa erfüllt oder nicht. „Wir haben 50 Punkte gesammelt und standen im Halbfinale des Pokals. Ich würde mir wünschen, dass alle der Mannschaft nach dem Abpfiff gratulieren.“

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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