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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Werder feiert ,Piza‘-Party trotz Europa-Aus

20.05.2019

Bremen Niklas Moisander musste lachen. „Legende. Einfach nur Legende“, sagte der Co-Kapitän von Werder Bremen mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Er meinte damit natürlich Claudio Pizarro. Auch am 34. Spieltag unterstrich der 40-Jährige seinen kaum messbaren Wert für den Fußball-Bundesligisten mit dem 2:1-Siegtor in der 88. Minute gegen RB Leipzig. Pizarro drehte sich kurz vor dem Strafraum, drückte trocken mit seinem eigentlich schwächeren linken Fuß ab und versetzte das Weserstadion ein letztes Mal in dieser Saison in Ekstase.

Rund zwei Stunden zuvor hatte der Peruaner auch für den ersten Jubelsturm des Nachmittags gesorgt. Es war 15.22 Uhr, Max Kruse – vereinzelt mit Pfiffen, aber größtenteils mit Applaus – und Aron Johannsson waren gerade verabschiedet worden, da tauchte Pizarro auf der Stadionleinwand auf. „Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit euch“, sagte er mit seinem gewohnt verschmitzten Lächeln. Da geriet Kruses Abgang schnell zur Nebensache.

Glücklich und enttäuscht

„Ein Tor zu schießen und die Verlängerung zu verkünden – das war einfach toll. Ich bin glücklich, aber auch ein wenig enttäuscht“, sagte der mit 40 Jahren und 227 Tagen älteste Torschütze der Liga-Geschichte später. Denn für das große Ziel, die Qualifikation für den Europapokal, hatten die Treffer von Milot Rashica (35.) und Pizarro gegen eine Leipziger B-Elf nicht gereicht. Weil der VfL Wolfsburg ganz schnell und ganz hoch gegen Augsburg führte, kam zu keinem Zeitpunkt Spannung auf. Platz sieben war für Werder außer Reichweite.

Und weil eben keine Spannung mehr aufkam, geriet der Nachmittag zu einer erneuten „Piza-Party“. „Ich fühle mich sehr gut und bin stolz, noch ein Jahr zu bleiben und Spaß zu haben in Bremen. Hier gibt es so viele liebe Menschen und Fans“, sagte Pizarro, der nun 197 Treffer in der Bundesliga erzielt hat. Sein Trainer Florian Kohfeldt betonte, dass keine „romantischen Gründe“ die Entscheidung beeinflusst hätten, „weil Claudio immer in der Lage ist, unserem Spiel einen neuen Impuls zu geben.“ Und Frank Baumann witzelte, es sei in den letzten Gesprächen nur noch darum gegangen, ob Pizarro nun um drei oder vier Jahre verlängere. Werders Sportchef verriet auch, dass der neue Kontrakt für den 40-Jährigen durchaus in Zusammenhang mit dem Abschied Kruses stehe. „Das hat schon eine Rolle gespielt. Es hatte miteinander zu tun.“

Mitspieler überrascht

Viele Bremer Profis erfuhren kurioserweise erst nach dem Spiel in der Pressezone davon, dass Pizarro seinen Vertrag verlängert hat. „Wirklich?“, fragte zum Beispiel Maximilian Eggestein verdutzt in die Journalistenrunde: „Das ist super für uns. Er bringt so eine Freude jeden Tag mit zum Training. Und er hilft uns natürlich auf dem Platz.“ Moisander war genauso überrascht von der Nachricht und stellte fest: „Er hat so viel Qualität. Und das mit fast 41. Fast in jedem Spiel spielen wir besser, wenn er reinkommt.“

Insgesamt fiel das Bremer Saisonfazit positiv aus, auch wenn die Europa League letztlich nur um einen Punkt und Platz verpasst wurde. „Mit 53 Punkten und dem Pokalhalbfinale kann man zufrieden sein. Wir haben uns auf jeden Fall entwickelt, spielen einen besseren Fußball“, sagte Kohfeldt. Natürlich sei auch „ein Hauch Enttäuschung“ dabei, aber: „Jetzt schauen wir weiter nach oben und holen in der nächsten Saison noch ein paar Punkte mehr.“

Der Trainer zeigte sich indes optimistisch, dass man neben Kruse keine Leistungsträger abgeben werde. „Es wird kein Spieler den Verein verlassen, den wir nicht gehen lassen wollen“, meinte Kohfeldt vor der Sommerpause, die für die Bremer am Dienstag beginnt. Am Sonntag gewann Werder noch ein Testspiel beim Landesligisten BW Papenburg mit 4:1, die Tore erzielten Joshua Sargent (1.), die beiden Nachwuchsspieler David Philipp (59.) und Fred Mensah Quarshie (66.) sowie Davy Klaassen (89.).

An diesem Montag folgt der Auftritt im Oldenburger Marschwegstadion. Ab 18.15 Uhr präsentieren sich die Werder-Stars gegen Regionalliga-Absteiger VfL Oldenburg ein letztes Mal ihren Fans – mit dabei ist dann natürlich auch wieder Claudio Pizarro.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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