Bremen - Für Florian Kohfeldt ist das Pokal-Viertelfinalspiel bei Schalke 04 bereits ein „Endspiel“. Der Trainer von Werder Bremen machte über die Wichtigkeit des DFB-Pokal-Matches an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) keinen Hehl. „Eine Mannschaft wird lachen, eine Mannschaft wird weinen“, sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten: „Wir wollen lachen.“
Es spricht derzeit vieles dafür, dass seine Mannschaft beim in der Bundesliga abstiegsbedrohten Club aus Gelsenkirchen das Halbfinale erreichen wird. „Wir können viel erreichen“, sagte Kapitän Max Kruse. „Es sind noch zwei Spiele bis Berlin.“ Doch die Favoritenrolle nehmen die formstarken Bremer nicht an, trotz der prekären Saison der Gastgeber. „Im DFB-Pokal spielt das keine Rolle. Favoritenrolle hin oder her“, merkte Kruse an.
In der Liga siegte Werder auf Schalke mit 2:0, im Rückspiel Anfang März mit 4:2. „Dafür können wir uns aber auch nichts kaufen“, sagte Kruse. „Am Mittwoch geht es bei 0:0 los.“
Auch Kohfeldt will den Bundesliga-Erfolgen keine zu hohe Bewertung schenken, auch wegen des Trainerwechsels von Domenico Tedesco zu Huub Stevens. „Pokal und Liga sind schwer vergleichbar. Schalke wird scharf sein“, sagte der 36-Jährige. „Huub hat taktisch schon seine eigene Note eingebracht. Sie sind schwer zu knacken.“
Doch dafür hat Kohfeldt seinen Kapitän. Torjäger Kruse überragte mit zehn Torbeteiligungen aus den vergangenen fünf Spielen. Dazu verwandelte er im Achtelfinale den entscheidenden Elfmeter beim überraschenden Weiterkommen in Dortmund. Auch die derzeit immer wieder aufkommenden Spekulationen um Kruses Zukunft sorgten nicht für einen Leistungseinbruch – im Gegenteil. Im Sommer endet der Vertrag des 31-Jährigen an der Weser. Kruses Rezept ist ganz einfach. „Ich habe gar keine Zeit, mich damit zu beschäftigen“, sagte er.
Für Aufsehen sorgte auch der Werder-Trainer mit seinem Personalrätsel. Fin Bartels und Philipp Bargfrede werden definitiv fehlen. Der Coach wollte „weder etwas ausschließen noch etwas bestätigen“, ob die zuletzt angeschlagenen Claudio Pizarro und Yuya Osako für den Kader nominiert werden.
