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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Wo Werders Stärken und Schwächen liegen

23.08.2018

Bremen Oft hat Werder Bremen zuletzt eine hoffnungsvolle Vorbereitung durch ein sofortiges Pokal-Aus torpediert. Das 6:1 bei Süd-Viertligist Wormatia Worms hingegen bedeutete einen der souveränsten Auftritte aller 18 Erstligisten. Jetzt gilt es, in der Bundesliga gut aus den Start-Blöcken zu kommen. Das Auftakt-Programm mit dem kleinen Derby an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen Hannover 96 sowie Spielen bei Eintracht Frankfurt und gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg erscheint machbar. Kann die Reise nach Europa gelingen?

Wie gut ist der Kader?

Gemäß der Philosophie von Trainer Florian Kohfeldt wurde bei den Transfers das Hauptaugenmerk auf offensive Kräfte gerichtet. Für den 35-Jährigen ist Mut zum Angriff unverhandelbar. So kamen in Yuya Osako vom 1. FC Köln, Rückkehrer Martin Harnik von Hannover 96 und Dauerbrenner Claudio Pizarro drei neue Stürmer. Der Abgang von Ishak Belfodil zu 1899 Hoffenheim ist überproportional ausgeglichen worden und eigentlich muss ja auch der „Königstransfer“ Davy Klaassen noch dazugezählt werden. Der für knapp 15 Millionen Euro vom FC Everton geholte Niederländer hat seine Stärken in der aggressiven Balleroberung sowie dem dynamischen Umschaltspiel. Trotz dieser Einkäufe ist die Charakteristik dreier Abgänge nicht zu unterschätzen. In Zlatko Junuzovic ging ein Wortführer auf wie neben dem Platz zu RB Salzburg, in Thomas Delaney wechselte der Generator im Mittelfeld zu Borussia Dortmund und in Jerome Gondorf ließ Manager Frank Baumann eine solide Alternative im Zentrum zum SC Freiburg ziehen.

Was sind Werders Trümpfe?

Natürlich der Angriff. Zu den Zugängen gesellen sich schließlich Kapitän Max Kruse sowie Florian Kainz und Milot Rashica. Dazu wird Fin Bartels nach seinem Achillessehnenriss zurückerwartet und die Youngster Josh Sargent sowie Johannes Eggestein drängen in den Kader. Diese Breite ermöglicht Kohfeldt sein präferiertes 4-3-3 sowie schnelle Änderungen auf andere Systeme. Ein anderes Ass befindet sich auf der anderen Seite des Spielfeldes. Torwart Jiri Pavlenka hat seine Klasse bewiesen und sollte auch in dieser Saison einige Punkte festhalten.

Wo drohen Probleme ?

In Junuzovic und Delaney haben die Grün-Weißen viel an kämpferischer Komponente eingebüßt. Der Trainer muss zudem hoffen, dass sein Kader in der Defensive von Verletzungen verschont bleibt. Ein Ausfall von Philipp Bargfrede könnte nicht eins-zu-eins aufgefangen werden, er würde etliche Verschiebungen im Gebilde nach sich ziehen. Dazu steht mit Sebastian Langkamp nur ein gelernter Innenverteidiger parat, sollten Niklas Moisander oder Milos Veljkovic ausfallen. Ein anderes Problem lauert in der eigentlich lobenswerten Ausrichtung. Durch die Offensiv-Philosophie wirkt Werder bei Kontern anfällig.

Ist der Traum von Europagerechtfertigt?

Möglich, dass Baumann auch wegen der Rückbesinnung auf die Sturm- und Drang-Tugend vor zu großer Euphorie warnt. Immerhin war Werder in der Rückrunden-Tabelle Fünfter, also träumen die Fans natürlich von der Qualifikation zur Europa League. Um die sicher zu erreichen, muss Platz sechs her und realistisch betrachtet dürfte der (noch) zu viel sein. Schließlich müsste Werder dazu im Vergleich zur vergangenen Saison fünf Clubs überholen, darunter neben den guten Gladbachern auch noch mindestens ein Team aus dem Sextett München, Dortmund, Leverkusen, Hoffenheim, Leipzig und Schalke. Um international spielen zu dürfen, braucht es demnach eine perfekte Saison plus das Schwächeln der Großen. Eine Spielzeit ohne jegliche Abstiegssorgen sollte aber allemal gelingen und das wäre ja auch schon eine Entwicklung. Werder wird am Ende Achter oder Neunter.

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