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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Bremer Gegner redet sich klein

25.08.2018

Bremen Jan Delay ist heiß. Heiß auf die Premiere seiner neuen Stadionballade im Weserstadion. Heiß auf den Start der Fußball-Bundesliga. Und vor allem heiß auf seinen Club: Werder Bremen. „Ein Europa-League-Platz wäre toll“, sagte der Popstar und glühende Fan.

Mit seiner Euphorie steht Delay sinnbildlich für einen ganzen Verein, mehr noch: für eine ganze Stadt. Nach tristen Jahren in den Niederungen der Tabelle lechzt Bremen nach neuen Erfolgen. Der heutige Samstag, wenn vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 (Anpfiff um 15.30 Uhr) Delays am Freitag veröffentlichte Werder-Hymne „Grün weiße Liebe“ den 42 100 Fans präsentiert wird, soll erst der Anfang des Spektakels sein.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat seinen Kumpel André Breitenreiter indes durchschaut. „Sie machen sich kleiner, als sie sind“, sagt Kohfeldt. Während die Bremer offen den internationalen Wettbewerb als Saisonziel ausgeben, will sein Pendant mit Hannover 96 nur die Klasse halten. „Alle Merkmale dieser Mannschaft verorte ich in die obere Tabellenhälfte“, sagt Kohfeldt über den ersten Gegner der neuen Saison.

Beide Trainer kennen sich schon lange. Als der heutige 96-Coach Breitenreiter in der Saison 2014/15 den SC Paderborn trainierte, war Kohfeldt Praktikant beim damaligen Überraschungs-Bundesligisten. „Ich schätze André sehr“, sagt der Fußball-Lehrer. Doch einlullen lassen will sich der Bremer Trainer durch die zurückhaltenden Prognosen der Niedersachsen nicht. „Da kommt am Wochenende eine Startelf nach Bremen, da muss ich sagen: Da ist extrem viel Qualität drin“, erklärt Kohfeldt.

Vor allem die 96-Offensive mit Ihlas Bebou, dem Ex-Bremer Niclas Füllkrug und Zugang Takuma Asano hat es Kohfeldt angetan. „Sie wird uns vor eine richtige Aufgabe stellen“, sagt er. Dazu merkt der 35-jährige Bremer Hoffnungsträger an, dass sein Trainer-Kollege „ausnahmslos gut“ mit seinen bisherigen Mannschaften in eine Bundesliga-Saison gestartet ist. Mit Paderborn stand Breitenreiter nach vier Spieltagen auf Rang eins, mit Schalke 04 gelang ihm 2015 ein Start nach Maß – 3:0 bei Werder Bremen. Die Werder-Mannschaft von damals hat mit dem heutigen Team allerdings nicht mehr viel zu tun.

Etwas neidisch schaut Breitenreiter (44) auf den Konkurrenten von der Weser. „Werder hat in der Offensive teure Qualitätsspieler verpflichtet“, sagt der Ex-Profi. Werders Zugang Davy Klaassen (Ablöse ca. 15 Millionen Euro) hat mehr gekostet als Walace und Bobby Wood (beide kamen vom Hamburger SV), Kevin Wimmer (Stoke City), Asano (FC Arsenal) und Genki Haraguchi (Hertha BSC) zusammen. „Wenn ich sehe, wie andere Vereine investiert haben, auch solche, die zuletzt mit uns auf Augenhöhe waren, dann wäre es schon sehr erfolgreich, wenn wir eine ähnliche Saison spielen wie im vergangenen Jahr.“

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