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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Fußball-Bundesliga: Werders gefährliche Gewohnheit

25.11.2019

Bremen Frank Baumann versuchte, die richtigen Worte zu finden. Mit dem Wort Abstiegskampf „tue ich mich schwer“, sagte der Sportchef von Werder Bremen, „aber wir dürfen das nicht unterschätzen“. Er habe beim 1:2 (0:1) gegen Schalke 04, dem achten sieglosen Spiel in Serie, 60 Minuten lang „keine gute Leistung“ gesehen, kritisierte Baumann – und dann sagte er einen Satz, der Sorgen machen muss: „Wir kriegen mal wieder Gegentore aus dem Nichts. Das ist ja ein Stück weit Gewohnheit geworden.“

Werders gefährliche Gewohnheit ist der Hauptgrund, warum an der Weser nach nur zwölf Spieltagen längst keiner mehr über das vor der Saison selbst gesteckte Ziel Europapokal redet, sondern der Abstiegskampf das Thema ist – auch wenn die Beteiligten versuchen, das Wort nicht in den Mund zu nehmen. „Werder ist zu stark für den Abstiegskampf. Ich verstehe, dass die Frage jede Woche kommt, aber damit beschäftigen wir uns nicht“, sagte zum Beispiel Kapitän Davy Klaassen. „Wir müssen punkten, das ist wichtig“, meinte indes Trainer Florian Kohfeldt und unterstrich: „Ich glaube komplett an die Qualität der Mannschaft und die Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Nur wir müssen irgendwann den Bock umstoßen.“

Davon, gegen die taktisch strukturiert und selbstbewusst auftretenden Schalker den Bock umzustoßen, war Werder am Samstag weit entfernt. In der Offensive präsentierten sich die Bremer bis auf eine kurze Phase in der zweiten Halbzeit absolut harmlos – viel schwächer als noch in vielen Spielen zuvor. Defensiv stand Werder dagegen zwar weitestgehend solide, machte aber wieder jene leichten Fehler, die zu den Gegentoren durch Amine Harit (43. Minute) und Benito Raman (53.) führten und dazu, dass Werder weiter kein Pflichtspiel in dieser Saison ohne Gegentor beendet hat. Der Anschlusstreffer von Yuya Osako (79.) kam zu spät.

Beim 0:1 durch Harit griff kein Bremer den Torschützen entscheidend an, sodass dessen Flanke ins lange Eck trudeln konnte. Beim 0:2 ließ sich Sebastian Langkamp im Zweikampf von Torschütze Raman überrumpeln. „Wie Sebastian als Ballführender attackiert wurde, mit welchem Tempo, und wie wir dann einfach passiv waren in vielen Situationen, das war ein Stück weit bezeichnend“, haderte Baumann und sprach damit einen spielentscheidenden Faktor an. Vor allem im Pressing, in der aggressiven Zweikampfführung, waren die Gelsenkirchener einfach unbequemer und besser. „Das ist eben der Unterschied, da müssen wir einfach noch galliger werden in den Zweikämpfen und das noch besser annehmen“, erkannte Baumann.

„Wir haben jetzt eine schwere Situation, ohne Frage“, gestand auch Kohfeldt vor den letzten fünf Spielen des Jahres ein. In Wolfsburg, gegen Paderborn, in München, gegen Mainz und in Köln geht es für Werder nicht mehr um die Leistung, sondern um das nackte Ergebnis. „Ich sehe nicht nur das Spiel in Wolfsburg, sondern einen Block bis Weihnachten“, blickte Kohfeldt voraus, „ich bin schon der Meinung, dass es unser Ziel sein sollte, dass bis dahin eine zwei vorn auf dem Punktekonto steht.“

Bei aktuell nur elf Punkten auf dem Konto, bedeutet das: der Coach beansprucht von seinem Team drei Siege bis zur Winterpause. „Ganz entscheidend ist für mich: Wir alle müssen die Situation annehmen“, forderte der Trainer. Es werde in den kommenden Wochen extrem wichtig sein, „jetzt Mut zu zeigen. Keiner wird hier weglaufen! Wir wollen dieser Situation mit besonders aktivem und aggressivem Fußball begegnen.“

Von Werders Weg, betonte Kohfeldt noch, sei er überzeugt. In eine ähnliche Kerbe schlug der in dieser Saison seiner Form hinterherlaufende Maximilian Eggestein. „Wir alle sind überzeugt von unserem Weg“, meinte der Mittelfeldspieler, „aber es braucht eben auch schnell Punkte.“

Und es braucht dringend das Ende von Werders gefährlicher Gegentor-Gewohnheit.

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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