Bremen - Forsche Töne: Claudio Pizarro (40) geht mit viel Selbstvertrauen in die zwei Spiele innerhalb von vier Tagen gegen Bayern München. „Ich freue mich richtig, gegen sie zu spielen. Zwei Spiele hintereinander sind nicht einfach“, sagte Pizarro über die Duelle gegen seinen Ex-Club: „Aber wir spielen momentan guten Fußball, die Gruppe ist gut. Wir können es schaffen.“

An diesem Samstag (15.30 Uhr) steigt der Nord-Süd-Klassiker in der Bundesliga in München, am Mittwoch empfängt Werder die Münchner im Weserstadion zum Halbfinale des DFB-Pokals (20.45 Uhr). Applaus erwartet der Peruaner in der Allianz Arena nicht. „Es ist sehr schön, nach München zu kommen, aber ich glaube nicht, dass das passiert. Denn wenn ich reinkomme, könnte es für sie nicht so schön werden“, sagt der Peruaner typisch schlitzohrig.

„Wir sind in einer guten Phase, die Mannschaft hat viel Selbstvertrauen“, sagte Pizarro, der mit Werder 2019 ungeschlagen ist: „Es geht immer etwas. Wir stehen hier in Bremen eng zusammen. Die Bayern wissen, dass es nicht einfach wird.“

Besonders heiß ist Pizarro auf den Einzug ins Pokalfinale. „Ich erzähle den Spielern, die noch nicht in Berlin waren, immer, wie geil das ist“, sagte er: „Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, ins Finale zu kommen.“ Mit Bayern und Werder triumphierte er bisher insgesamt sechsmal im Berliner Olympiastadion.

Er fühle sich trotz seines fortgeschrittenen Alters immer noch „gut“, sagte Pizarro. Am vergangenen Samstag brachte er nach seiner Einwechslung gegen den SC Freiburg (2:1) den entscheidenden Schwung in die Partie. Ob er seine Karriere tatsächlich noch ein weiteres Jahr in Bremen fortsetzt, ist weiter offen. „Ich habe mich noch nicht entschieden“, sagte er.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion