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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Start-Dämpfer schmerzt Werder mehrfach

19.08.2019

Bremen Der Arbeitstag von Ömer Toprak war symptomatisch für den Saisonstart von Werder Bremen. Mit großen Ambitionen und frischer Euphorie ins Spiel gegangen, gleich in den ersten Minuten ein paar kräftige Ausrufezeichen gesetzt, dann einen (Rück-) Schlag kassiert. Getaumelt, aber aufgestanden, gekämpft und wieder erholt, aber zwei weitere Dämpfer hinnehmen müssen. Und letztlich sogar in der Klinik gelandet – dort befindet sich der Fußball-Bundesligist von der Weser trotz des ernüchternden 1:3 (0:1) beim Saisonauftakt gegen Fortuna Düsseldorf beileibe noch nicht.

„Es war ein sch... Start“, konstatierte ein merklich angefressener Maximilian Eggestein und sein Bruder Johannes nickte angesprochen auf das Zitat kurze Zeit später nur: „Da hat er recht!“ Das hätte sicher auch Toprak so unterstrichen, wäre der aus Dortmund verpflichtete Hoffnungsträger in der Werder-Defensive zu diesem Zeitpunkt nicht längst auf dem Weg in ein Krankenhaus gewesen wäre.

Ein Schlag Mitte der ersten Halbzeit hatte den türkischen Nationalspieler derart getroffen, dass er fortan über Atemnot klagte. Toprak stemmte danach immer wieder die Hände auf die Knie oder in die Hüfte und musste sich in der 82. Minute auswechseln lassen. Zu jener Zeit, in der Werder seine erste Saisonniederlage und den sechsten sieglosen Saisonstart in Serie gerade realisierte. Topraks Untersuchung indes blieb „ohne Befund“, wie der Verein am Samstagabend noch mitteilte – und dennoch schmerzte der Start-Dämpfer Werder gleich mehrfach.

Da war zuvorderst die schlechte Chancenverwertung, die weh tat. 25-mal hatte Werder auf das Düsseldorfer Tor geschossen, lediglich Johannes Eggestein brachte den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 über die Linie (47.). „Wir hatten so viele Möglichkeiten, dass ich sie nicht zählen konnte. Fortuna auf der anderen Seite war total effektiv“, haderte Trainer Florian Kohfeldt. Hinzu kamen 14 Ecken, aus denen Werder nichts machte. „Wir müssen drei bis vier Tore mehr machen, dürfen mindestens eins der drei Gegentore auf gar keinen Fall kriegen. Das hat etwas mit Cleverness und Abgezocktheit zu tun“, meinte Kohfeldt. Er sei mit dem Ergebnis „brutal unzufrieden, das war ein Schlag in die Magengrube.“

Gerade zu Beginn der Partie und in weiten Teilen der zweiten Halbzeit hätten eigentlich die Bremer Wirkungstreffer setzen müssen, hatten mehr Ballbesitz und die bessere Spielanlage. Die Tore aber erzielten die taktisch disziplinierteren Düsseldorfer durch Rouwen Hennings (36.), Kenan Karaman (52.) und Kaan Ayhan (64.).

„Das ist frustrierend“, stellte Kapitän Niklas Moisander fest, der zusammen mit Toprak eigentlich ein stabiles Duo in der Innenverteidigung bildete. Der Benommene, der zu Beginn noch eine sehr gute Kopfballchance besaß, beschränkte sich mit zunehmender Spieldauer jedoch sehr auf einfach Pässe, wirkte von Minute zu Minute taumelnder. In der Halbzeit sei er untersucht worden, erzählte Kohfeldt später, und habe das Zeichen gegeben, dass es weitergeht. „Ich muss mich dann einfach auf die Selbsteinschätzung eines so erfahrenen Spielers verlassen“, sagte der Coach. Er würde zwar keines der Gegentore auf Topraks Befinden schieben, er gestand aber auch ein: „Es war sicher keine Optimalsituation.“

In dieser befindet sich Werder, das gegen die Fortuna zum 1867. Mal in der Bundesliga spielte und damit den Hamburger SV in der Rangliste der Clubs mit der längsten Erstliga-Zugehörigkeit auf Rang zwei verdrängte, personell schon nach dem ersten Spieltag nicht. Milot Rashica musste den Platz in der zweiten Halbzeit unter Schmerzen verlassen, er klagte über Oberschenkelprobleme und soll in den nächsten Tagen genauer untersucht werden. Ludwig Augustinssons Beschwerden am Knie sind so nachhaltig, dass der Schwede mindestens noch am kommenden Wochenende bei 1899 Hoffenheim ausfallen wird, wie der Verein am Sonntag mitteilte. Sebastian Langkamp, Milos Veljkovic, Philipp Bargfrede und Fin Bartels fallen ohnehin noch länger aus.

„Der erste Spieltag war zuletzt nicht unbedingt unserer. Das hat sich fortgesetzt. Die Enttäuschung ist groß“, fasste Frank Baumann zusammen. Der Sportchef will sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen: „Wir werden das analysieren. Wir machen uns aber keine Sorgen, dass wir mittel- oder langfristig Pro-bleme bekommen.“

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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