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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Er ist die Zukunft nach Pavlenka

27.07.2019

Bremen /Grassau Alles schon mal dagewesen. Ab 8.50 Uhr gab Florian Kohfeldt am Flughafen Bremen den mitreisenden Medienvertretern ein kurzes Interview, um 9.50 Uhr hob der Werder-Tross im kleinen Regional-Jet der Lufthansa mit Flugnummer 2133 gen München ab. Da um 11 Uhr angekommen, ging es dann weiter mit dem Bus. Nur nicht wie vor gut drei Wochen ins Zillertal (Österreich), am Freitag hieß das Ziel Grassau am Chiemsee. Dort steht bis zum 2. August das zweite Trainingslager dieses Sommers auf dem Programm.

In dem soll für Stefanos Kapino allerdings nicht alles schon mal dagewesen sein. Der Torhüter war im vergangenen Sommer gerade erst für 300 000 Euro von Nottingham Forest verpflichtet worden, als er sich in Grassau schon nach fünf Tagen im Werder-Trikot eine Muskelsehnen-Verletzung zugezogen hatte und wegen dieser mehrere Wochen lang ausgefallen war. „Er ist damals im Training total unglücklich weggerutscht“, erinnert sich Werders Torwart-Trainer Christian Vander. Für Kapino ist dies zwar nicht vergessen, inzwischen aber weit weg. Viel näher sind die Erinnerungen an einen schönen Sommer.

Er heiratete während des Urlaubs in der griechischen Heimat seine Freundin, die Modeschöpferin Mirketa Vidali. Angeblich nur im kleinen Kreis, aber doch mit einem großen Feuerwerk. Zuvor hatte Werder den Vertag mit dem 25-Jährigen verlängert. „Bislang war das ein perfekter Sommer. So darf es weitergehen“, sagte Kapino lachend.

Dabei weiß er nur zu gut um seinen Status im Kader von Florian Kohfeldt. Zwischen den Pfosten ist Jiri Pavlenka die klare Nummer Eins. Ganze 45 Minuten durfte Kapino in der vergangenen Saison ran, als er am 13. April gegen den SC Freiburg für den verletzten Tschechen einsprang. Immerhin konnte er beim 2:1 im dritten Anlauf seinen ersten Sieg feiern. In der Saison 2014/15 hatte Kapino bei Mainz 05 als Ersatzmann von Loris Karius zwei Einsätze, gegen Hertha BSC (0:2) und bei Borussia Dortmund (2:4) gab es Niederlagen.

Auch auf seinen Stationen bei Panathinaikos Athen, Olympiakos Piräus und Nottingham war der Grieche zumeist hintendran. Sollte mit 25 nun nicht mal so langsam der entscheidende Schritt kommen? „Mein Ziel ist es schon, in Zukunft Werders Nummer Eins zu sein. Doch Pavlas zeigt konstant gute Leistungen, macht kaum Fehler und ich hoffe für uns, dass er auch weiter keine macht. Die Zukunft beginnt, wenn Pavlas geht“, sagt Kapino.

In Piräus geboren, weiß Kapino, Geduld zu haben. Zwar legen im Hafen von Athen täglich viele Schiffe ab – doch wenn die Griechen ihrem liebsten Hobby, dem Streiken, nachgehen, dann dauert das auch mal etwas länger. So betrachtet Kapino diese Saison bei Werder als weiteres Lehrjahr. „Ich muss mich noch verbessern und besonders lernen, das Spiel schneller zu eröffnen. Für die Kommandos muss ich zudem die Sprache können. Deutsch ist nicht einfach. Verstehen geht schon, sprechen noch nicht.“

Doch bereits in zwölf Monaten könnte alles sitzen müssen. Wenn Jiri Pavlenka eine weitere Saison auf sich aufmerksam macht, dann wird ihn Werder kaum mehr halten können. Schon in diesem Sommer gab es Anfragen, der Tscheche aber hat sich zu Werder bekannt. „Er ist eben einer der besten Torhüter der Bundesliga“, sagt Kapino. Mit dem Status als Nummer zwei kann er auch in Grassau neidlos leben. Nur eine Verletzung, die würde ihm auf sein sonniges Gemüt schlagen.

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