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NWZonline.de Sport Fußball 1.Bundesliga Werder Bremen

Rekordmann dreht im Schlussspurt auf

16.04.2019

Bremen Es schien fast so, als hätte es Christian Streich geahnt. „Was für ein Spieler“, sagte der Trainer des SC Freiburg über Davy Klaassen – und das schon vor dem Spiel bei Werder Bremen. „Wenn es gut läuft, ist er richtig gut. Und wenn es nicht so gut läuft, ist er auch richtig gut. Weil er alles abarbeitet, egal, wie ein Spiel läuft. Das sind die Spieler, die wünschst du dir von Herzen“, huldigte der Fußball-Coach den Niederländer. Und es kam, wie es kommen musste: Klaassen war mit seinem Kopfball zum 1:0 in der 76. Minute dann auch der entscheidende Mann beim Bremer 2:1-Sieg gegen den SC.

Unermüdlicher Einsatz

Seit Wochen schon präsentiert sich der teuerste Einkauf der Bremer Vereinsgeschichte in Topform. Beim 2:0 im Pokal-Viertelfinale bei Schalke 04 spitzelte er den Ball technisch fein ins Netz, beim 1:1 in Mönchengladbach köpfte er den wichtigen Ausgleich. Und nun brach er – erneut per Kopf – den Bann gegen die Breisgauer.

Eggesteins nennen Gerrard als Vorbild

Maximilian und Johannes Eggestein können sich vorstellen, dauerhaft bei Werder Bremen zu bleiben. „So eine Geschichte, wie sie beispielsweise Steven Gerrard bei Liverpool geschrieben hat, finden Maxi und ich natürlich schön und interessant. Auch wenn das ein großer Name ist, mit dem wir uns nicht vergleichen. Aber so jemand ist schon ein Vorbild“, sagte der 20-jährige Johannes Eggestein dem „Kicker“. Der ehemalige englische Nationalspieler Gerrard hatte in seiner Karriere 17 Jahre lang für den FC Liverpool gespielt. Die Eggesteins verlängerten in der Vorwoche ihre Verträge bei Werder, obwohl vor allem der 22-jährige Maximilian auch Anfragen von Top-Clubs hatte.

Dabei ist Klaassen gar nicht der Spielertyp, der an Toren gemessen wird. Sein unermüdlicher Einsatz, seine große Laufbereitschaft und sein Kampfeswille sind die Eigenschaften, die den 26-Jährigen auszeichnen und mit denen er das Spiel im Bremer Mittelfeld schon die gesamte Saison ankurbelt. In der Hinrunde aber fielen Klaassens Leistungen oft noch nicht so auf, gerade am Ende des vergangenen Jahres – in Werders schwächster Saisonphase – nahm sich auch der 13,5-Millionen-Euro-Einkauf eine Auszeit und lief oft nur mit.

29 Einsätze, fünf Tore

Spätestens seit der Rückrunde aber ist der frühere Profi von Ajax Amsterdam, der durch seine missratene Saison 2017/18 beim FC Everton einen Karriereknick erlebte, an der Weser voll angekommen. In allen 29 Bundesligaspielen stand Klaassen bisher auf dem Platz, erzielte fünf Tore, gab vier Vorlagen. „In der Rückrunde sind wir viel effektiver als in der Hinrunde. Da haben wir immer echt gut gespielt, aber zu wenig gepunktet“, erklärt er die Leistungsexplosion seiner Elf, die im Jahr 2019 noch immer ungeschlagen ist. „Wir können die Spiele jetzt auch entscheiden, wenn wir nicht so gut spielen“, sagt Klaassen über die Bremer Entwicklung.

Drei Tore in drei Pflichtspielen in Folge waren dem Rechtsfuß zuletzt vor drei Jahren in Amsterdam gelungen. Klaassen stößt immer wieder aus dem Mittelfeld in die Tiefe, profitiert auch davon, dass sich Kapitän Max Kruse eigentlich überall auf dem Spielfeld herumtreibt. Klaassen stößt vorn in jene Lücken, die Kruse aufreißt. So auch bei seinem Führungstor gegen die Freiburger, als er eine Flanke von Milot Rashica auf dem zweiten Pfosten stehend verwertete. „Das Tor war wie eine Befreiung, deshalb habe ich so geschrien vor den Fans“, erklärte er seinen emotionalen Jubel direkt vor der Südkurve des Weserstadions.

„Wir haben Davy etwas weiter vorn platziert im Vergleich zu Maximilian Eggestein, der etwas tiefer agiert hat wegen der Konterabsicherung“, lieferte Trainer Florian Kohfeldt indes eine Begründung, warum der Niederländer derzeit in der Offensive so aufdreht. Klaassen sei seit Wochen sehr gut drauf, betonte der Coach.

Schweres Programm

Einen starken Antreiber werden die Bremer bei den kommenden Aufgaben auch brauchen. Erst das Liga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr) bei Bayern München, dann das Pokal-Halbfinale (Mittwoch, 20.30 Uhr) gegen den Rekordmeister und Rekordpokalsieger. Zudem warten im Schlussspurt um die internationalen Plätze auch noch Spitzenteams wie Borussia Dortmund, 1899 Hoffenheim und RB Leipzig.

Einen der besten seines Faches muss Klaassen in den beiden Partien gegen die Bayern nicht überwinden. Nationaltorwart Manuel Neuer fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses definitiv aus. Es könnte dem Niederländer dadurch etwas leichter fallen, das vierte Tor in Serie zu schießen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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